Experiment

Ein Schokokuss im Glas: Was passiert da bloß?

Hmmm, da möchte man am liebsten direkt reinbeißen, oder? Den Schaumkuss brauchen wir aber für unser Experiment.
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Hmmm, da möchte man am liebsten direkt reinbeißen, oder? Den Schaumkuss brauchen wir aber für unser Experiment.

In Zusammenarbeit mit dem RöLab stellt das ST verblüffende Experimente für zu Hause vor – Heute: das Vakuum

Von Melissa Wienzek und Anna Kätker

Anna Kätker

Habt ihr ordentlich Karneval gefeiert, liebe Kinder? Oder sind vielleicht noch ein paar Schaumküsse übrig, die traurig in der Schublade lagern? Das ist super, denn die brauchen wir heute! Bei diesem Experiment von Röntgen-Labor-Leiterin Anna Kätker in Zusammenarbeit mit dem ST geht es um das Vakuum. Und dafür brauchen wir einen fluffigen, leckeren Schaumkuss.

Achtung: Bitte führe die Experimente zu Hause immer nur unter Aufsicht eines Erwachsenen durch!

Für dieses Experiment benötigst du:

Ein Glas mit Schraubdeckel (Durchmesser 8-10 cm)

Strohhalme (am besten aus Papier!)

Knetmasse oder Tesafilm Schokoküsse

eventuell eine Bohrmaschine mit Metallbohrer (aber da am besten Papa fragen!)

Gefangen! Der Schokokuss ist nun im Schraubglas, der Strohhalm ist verklebt. Jetzt kann das Saugen losgehen.

Los geht’s: Als Erstes musst du ein Loch in den Schraubdeckel bohren, so dass der Strohhalm gerade eben hindurchpasst. Dies kannst du auch mit einem breiten Nagel und einem Hammer probieren. Lass dir aber bitte in jedem Fall von einem Erwachsenen dabei helfen! Dann wird der Schokokuss in das Glas getan, der Deckel mit dem Strohhalm aufgeschraubt und die Öffnung um den Strohhalm herum mit Knete oder Tesafilm abgedichtet. Sauge anschließend kräftig an dem Strohhalm und verhindere dabei, dass die Luft wieder zurückströmen kann. Mit Daumen und Zeigefinger solltest du gleichzeitig die Knete fest andrücken. Das ist ganz schön anstrengend. Mit einer großen Plastikaufziehspritze aus der Apotheke funktioniert es übrigens auch sehr gut! Na, was beobachtest du nun in deinem Glas?

Schreib uns: Wir wollen wissen, wie du das Experiment durchgeführt hast und was du beobachtet hast. Schreib uns doch gemeinsam mit Mama und Papa eine E-Mail. Gerne veröffentlichen wir deine Beobachtungen in der Serie. Schreib uns eine Mail mit deinem Namen und deinem Alter an: simone.theyssen-speich@ solinger-tageblatt.de

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Die Erklärung: Anna Kätker erklärt, was dahintersteckt: Auch wenn wir sie nicht sehen können, so besteht die Luft um uns herum aus ganz vielen verschiedenen Gasteilchen, die auch einen Druck auf uns ausüben. Wir sind nur an diesen gewöhnt und merken ihn daher gar nicht mehr. Wenn du jetzt die Luft durch den Strohhalm hinaussaugst, erzeugst du so im Glas ein kleines Vakuum. Vakuum bedeutet luftleerer Raum. Dadurch herrscht in dem Glas also auch ein geringerer Luftdruck. Im Schaum des Schokokusses sind aber noch viele Luftbläschen eingeschlossen, die sich wegen des niedrigeren Drucks von außen nun ausdehnen können. Der Schokoladenmantel bricht auf – und der der Schokokuss wird immer größer. Ist Physik nicht spannend?

Anna und das RöLab

Anna: Anna Kätker leitet seit 2019 das Röntgen-Labor, kurz: RöLab, im Deutschen Röntgen-Museums in Remscheid. Die 30-Jährige stammt aus Bochum und hat Geowissenschaften und Geophysik studiert.

RöLab: Das RöLab ist ein Schülerlabor für alle Altersstufen. Kinder und Jugendliche können selbst experimentieren – unter der Aufsicht von Anna Kätker. Es gibt Kurse für Grundschüler und für Fünft- bis Siebtklässler, die sogenannten neuen „Xperimente-Kits“. Zudem bietet das RöLab Schülern in Klasse 9 ein Praktikum zur Umweltradioaktivität an. Für die Oberstufe gibt es das „Röntgenpraktikum“. Das RöLab hat sogar vier Schulröntgengeräte.

Folgt uns: Sowohl das ST als auch das RöLab sind auf Instagram vertreten. Das Röntgen-Museum hat auch einen Youtube-Kanal. Klickt doch mal rein!

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