Komödie

„Ein Schlüssel für Zwei“: Wohlgemuth feiert umjubelte Rückkehr in der Cobra

Wurde am Wochenende gleich mehrfach aufgeführt: „Ein Schlüssel für Zwei“.
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Wurde am Wochenende gleich mehrfach aufgeführt: „Ein Schlüssel für Zwei“.

Das Stück sollte eigentlich schon vor mehr als zwei Jahren aufgeführt werden. Jetzt endlich ernteten die Schauspieler verdiente Lacher und Applaus.

Von Andreas Römer

Solingen. Mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations dankte das Publikum dem Ensemble der Theatergesellschaft Wohlgemuth für eine gelungene Komödie „Ein Schlüssel für Zwei“ in der Cobra. Bruno Arnold hatte zur Begrüßung gehofft, man könne die Zuschauer zum Lachen bringen. Das schafften die Schauspieler mit dem Stück des Autoren-Duos John Chapman und Dave Freeman spielerisch.

„Unfassbar – endlich wieder vor Publikum“, hatte Arnold an die schwere Zeit ohne Vorstellungen erinnert. Eigentlich sollte „Ein Schlüssel für Zwei“ vor mehr als zwei Jahren aufgeführt werden, die Proben mussten jedoch wegen Corona abgebrochen werden. Die lange Zeit ohne Proben und Aufführungen durch Corona haben auch den mehr als 170 Jahre alten Verein der Theatergesellschaft in die Krise gebracht.

Aus der hat man sich mit der Komödie und der gelungenen Aufführung hoffentlich ein Stück herausgearbeitet. Das Publikum war begeistert und amüsierte sich prächtig bei all den Verwicklungen: Die attraktive wie raffinierte Harriet (Sandra Horlitz) hält sich zwei Liebhaber. Gordon (Bruno Arnold) und Alec (Jan Stöcker) zahlen beide für die schicke Wohnung und dürfen sich natürlich nie begegnen. Doch irgendwann geht alles schief.

Harriets beste Freundin Anne (Rosi Müller) taucht auf, Gordon verletzt sich am Bein und will die Wohnung nicht verlassen. Eine Lügengeschichte folgt auf die nächste, und bald fällt es Harriet und der eingeweihten Anne schwer, überhaupt zu behalten, was gerade die letzte Flunkerei war. Als schließlich die beiden Ehefrauen der Liebhaber (Katrin Münch und Birgit Scholz-Krapp) auftauchen und auch noch Harriets Ex-Mann Richard (Philippe Picard) mitmischt, ist das Chaos perfekt.

Das Publikum hatte viel zu lachen, hin und wieder gab es Szenenapplaus, weil Lachen einfach nicht mehr ausreichte. Als etwa Anne Harriet fragt, warum nicht einer der beiden Liebhaber seine Frau verlasse, um sie zu heiraten, antwortet Harriet: „Wer ab und zu mit dem Taxi fährt, der verkauft ja auch nicht gleich sein Auto.“

Und so wurde es ein kurzweiliger Abend mit einem lustigen Theaterstück, großartig gespielt von einem Ensemble, dem man die Lust auf die Bretter, die für sie die Welt bedeuten, anmerkte. Manch ein Zuschauer dürfte froh gewesen sein, den Freitagabend gewählt zu haben. Wer das Stück beispielsweise am Sonntag bei Kaffee und Kuchen schaute, musste vorsichtig sein, dass er nicht gerade mit vollem Mund losprustete.

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