3,5 Millionen Euro teure Kindertagesstätte

Neue Kita: Ein „Glückspilz“ für 120 Kinder

Christian Voller-Morgenstern und Christiane Weise von der Bethanien Diakonissenstiftung (v.l.) freuen sich mit Dezernentin Dagmar Becker sowie VB-Vorstand Christian T. Fried, Architekt Andreas Bona und VB-Filialleiter Benjamin Schulz über die neue Kita.
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Christian Voller-Morgenstern und Christiane Weise von der Bethanien Diakonissenstiftung (v.l.) freuen sich mit Dezernentin Dagmar Becker sowie VB-Vorstand Christian T. Fried, Architekt Andreas Bona und VB-Filialleiter Benjamin Schulz über die neue Kita.

Die Einrichtung entsteht an der Schwabenstraße/Hacketäuerstraße.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Echte „Glückspilze“ werden die bis zu 120 Kinder sein, die zukünftig an der Schwabenstraße / Ecke Hacketäuerstraße betreut werden. Dort in der Südstadt entsteht gerade die gleichnamige Kindertagesstätte. Die Volksbank im Bergischen Land investiert in den Bau der neuen Kita 3,5 Millionen Euro. Die Bethanien Diakonissen-Stiftung wird die sechsgruppige Einrichtung als Träger übernehmen.

Gestern nutzten Vertreter von Stadt, Investor und Träger die Gelegenheit, die Baustelle zu besichtigen. Vor sechs Wochen war an der Schwabenstraße mit der Rodung des Geländes begonnen worden. „In der kommenden Woche wird bereits die Bodenplatte gegossen“, erklärt Architekt Andreas Bona. Zum genauen Fertigstellungstermin hält er sich etwas zurück. „Das kann angesichts der Lieferprobleme niemand ganz genau sagen, wir rechnen aber mit insgesamt 12 bis 16 Monaten Bauzeit.“ Bona unterstreicht aber, dass fast ausschließlich mit Unternehmen aus der Region auf der Baustelle gearbeitet wird.

Die Volksbank im Bergischen Land baut nach der Kita Pinocchio III an der Hansastraße nun die zweite Einrichtung in Solingen, die vierte in der Region. „Wir möchten auf diesem Weg als regionale Bank auch etwas für die Region zurückgeben“, betont Christian T. Fried aus dem Vorstand der Volksbank. „Wir sehen den großen Bedarf und wollen hier helfen, wohl wissend, dass solch ein Kita-Bau nicht als Renditeprojekt zu sehen ist.“
Lesen Sie auch: 1000 Kita-Plätze fehlen: Träger warnen vor Problemen beim Ausbau

Sechs Gruppen für Kindervon 0 bis 6 Jahre entstehen

Auf dem 3400 Quadratmeter großen Grundstück, zuvor eine Brachfläche in städtischem Besitz, entsteht das Gebäude mit drei Etagen – komplett barrierefrei. Sechs Kita-Gruppen für Kinder zwischen 0 und 6 Jahre sollen hier zukünftig untergebracht werden. Mit Blick auf Ausstattung und Farben für die neue Einrichtung arbeiten Investor und Träger schon jetzt eng zusammen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Bethanien Diakonissen-Stiftung mit den ,Glückspilzen' bereits die fünfte Einrichtung in der Stadt übernimmt“, betont Dagmar Becker, Stadtdirektorin und Jugenddezernentin. Insgesamt ist die Stiftung Trägerin von 14 Kindertagesstätten, mit sechs Gruppen ist das neue Projekt das größte.

Die „Glückspilze“ sind – auch wenn das neue Gebäude noch nicht fertig ist – bereits in diesem Kindergartenjahr gestartet. „Wir haben schon zwei Vorläufergruppen mit insgesamt 42 Kindern im Gebäude an der Elsa-Bränd-ström-Straße, in dem auch Klassen der Grundschule Katternberger Straße untergebracht sind, gebildet“, erklärt Christiane Weise, Kita-Fachberaterin der Stiftung. Sobald der Neubau fertig ist, ziehen die beiden Gruppen an die Schwabenstraße und vier weitere Gruppen kommen dann noch dazu.

Für 20 Jahre hat die Bethanien Diakonissen-Stiftung das Gebäude von der Volksbank im Bergischen Land angemietet. „Als Diakonissen-Stiftung waren wir ursprünglich nicht darauf angelegt, uns im Kita-Bereich zu engagieren“, erklärt Pastor Christian Voller-Morgenstern vom Theologischen Vorstand der Stiftung. Die Arbeit der Diakonissinnen habe ursprünglich in der Kranken- und Altenpflege gelegen. „Diese Arbeit ist damals aus einem großen Bedarf entstanden. Angesichts des aktuellen großen Bedarfs haben wir die Stiftungsaktivitäten jetzt auf Kinder- und Jugendhilfe, Suchthilfe und Kindertagesstätten ausgeweitet“, so Voller-Morgenstern.

Kita-Neugründungen

Grundstücke: Die Kita Glückspilze ist Teil eines Ausschreibungspaketes. „Die Stadt vergibt dabei noch drei weitere Grundstücke für Kita-Neubauten, am Kuckesberg, an der Wuppertaler Straße und am Goldberger Weg“, so Christoph Steinebach, beim Stadtdienst Jugend für die Kitas zuständig.

Träger: Die Kita Kuckesberg wird von einer Elterninitiative übernommen und soll nächstes Frühjahr starten. Die Kita Goldberger Weg geht in Trägerschaft des Paritätischen. Auch für die Wuppertaler Straße gebe es bereits einen Träger. Für 2024 sei dann eine weitere Kita an der Margarethenstraße geplant.

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