Straßenname

Ein Bezug gemeinsamer Heimatgeschichte

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Das Zentrum der bergischen Textilindustrie lag einst in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, nämlich auf den Wuppertaler Wiesen.

In Elberfeld und Barmen zum Beispiel wurde damals flussnah auf den historischen Garnbleichen gearbeitet; daran erinnern bis heute etwa in Wupperfeld ein Bleicher-Brunnen und in Langerfeld ein Bleicherdenkmal. Dieser alte Bezug zur gemeinsamen Heimatgeschichte dürfte gewiss auch bei der Namensgebung unserer Bleichstraße, die heute die Kasino- mit der Wupperstraße schnurgerade verbindet, eine Rolle gespielt haben. Denn die Wäsche brachte auch die fleißige Solinger Hausfrau in einer „Wäschmang“, einem großen Korb, damals noch auf die mundartlich so beschriebene „Bleïke“.

Heimatforscher Hans Brangs umschreibt deshalb die Namenswahl dieser schon 1889 angelegten Solinger Straße ganz ähnlich: „Die Straße verlief an einem Waschteich vorbei und durchschnitt Rasenflächen, auf denen Wäsche getrocknet, bzw. gebleicht wurde“. Wie das einst funktionierte, das muss man Kindern im Zeitalter von Waschmaschine und Trockner heute sicher erst mal erklären. -rom-

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