Handel

Das Eiland ist wieder gefragt

Die Straße Eiland – hier vom Kreisel Ufergarten/ Kölner Straße aus gesehen – wird von Passanten genutzt. Für die Geschäfte wären es aber besser mehr.
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Die Straße Eiland – hier vom Kreisel Ufergarten/ Kölner Straße aus gesehen – wird von Passanten genutzt. Für die Geschäfte wären es aber besser mehr.

Nachbarn sehen den Zuzug von Geschäften abseits der Haupt-Laufwege mit Optimismus.

Von Dirk Lotze

Für die Straße Eiland in der Innenstadt könnten nach langer Pause wieder bessere Zeiten anstehen. Nach den Spielwarenspezialisten Gebrüder Schönlebe zieht nun auch der Stoff- und Wollladen Design Your Own in ein bislang leeres Ladenlokal an der kleinen Verbindungsstraße. Derzeit sind nur drei Geschäftsflächen an der 130 Meter langen Straße frei – das war auch schon anders.

Bei Design Your Own weist ein Schild auf den anstehenden Umzug hin.

Eiland heißt Insel und ebenso liegt der Flecken im Arbeitsbereich des Innenstadtbüros, zwischen den schon sanierten Bereichen Kirchstraße/ Alter Markt und der Fußgängerzone untere Hauptstraße. „Ob ein zusätzliches Geschäft etwas bringt, entscheiden die Kunden“, sagt die Inhaberin des Schuhhauses Hugenbruch, Heike Nippes. Voraussagen lasse sich da nichts. Dabei klingt sie ganz optimistisch.

Kurze Wege sind für Läden Trumpf, jeder Meter Abstand vom Passantenstrom kostet Laufkundschaft. Und das Eiland liegt eben abseits der Verbindung zwischen Hauptstraße und Hofgarten. Und abseits der Autoverbindung Ufergarten. Wichtigstes Plus derzeit, was den Verkehr angeht: Das Eiland koppelt Sparkasse und Linkgasse.

Dabei gibt es sogar ein regional bekanntes Geschäft in der Zeile: Der Manga- und Anime-Laden von Rune im Haus Nummer 12 zieht junge Kunden auch zu Veranstaltungen an.

Stammkunden sind das wichtigste Kapital der Läden

Annette Krech vom Schuhgeschäft Schulze-Arendt sagt: „Wir haben viele Stammkunden.“ Sie spricht damit den wichtigsten Faktor auch für viele ihrer Nachbarn aus. Sie freue sich, dass sich was tut, fügt sie hinzu. Unlängst hat sie ihren Verkaufsraum modernisiert; ein Schild im Fenster wirbt: Die Parkgebühr im Parkhaus Florastraße werde für Kunden übernommen.

Heike Nippes vom Schuhhaus Hugenbruch an der Ecke Eiland/ Ufergarten: Wie Kunden auf welches Angebot reagieren, lasse sich trotz aller Erfahrung einfach nicht vorhersagen, sagt sie.

Früher war das Eiland mal eine schöne Straße, sagt Elke Lauer, seit 35 Jahren im Reformhaus am anderen Ende der Straße. Da gab es noch einen Lebensmittelladen, ein Plattengeschäft und überhaupt einen bunten Mix von Läden. „Jetzt fragen manche: Eiland – wo soll das denn sein?“, fügt sie hinzu.

Viele Einrichtungen an der Straße zählen eben nicht zu den typischen Frequenzbringern, von denen andere Geschäfte profitieren. Eine Finanzberatung ist vor Ort, Büros. Es gibt einen Telefon- und einen Computerladen, ein Nagelstudio. Die Clearingstelle der katholischen Jugendagentur ist Anlaufstelle für junge Leute in schwierigen Situationen.

EILAND

ZUFAHRT Das Eiland ist – anders als die Straßen in seiner Umgebung – für den Autoverkehr freigegeben und dient als Zufahrt vom Ufergarten aus ins Zentrum. Teils ebenfalls befahrbare Wege führen Richtung untere Hauptstraße: die Johannisstraße und der Südwall. 

GESCHICHTE Fotos belegen, dass das Gebiet des heutigen Eilands vor dem Zweiten Weltkrieg nur durch Gassen erschlossen war.

In den künftigen Fenstern von Design Your Own hängt bereits der Hinweis: „Derzeit noch Ufergarten 25“. Inhaberin Elizabeth Konstantinidis, die auch Kurse anbietet, wird mit ihren bunten Stoffen in die Räume ziehen, in denen vor zwei Jahren noch das Internet-Café der Volkshochschule war. Am 8. August soll es soweit sein, sagt sie, genau einen Tag vor der Sonntagsöffnung für die Sommerparty Echt.Scharf.Solingen.

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