Nachhaltig

Ehepaar eröffnet ersten Unverpackt-Laden in Solingen

Freuen sich auf Solingens ersten Unverpackt-Laden: Patrick und Stefanie Leo (v. l.) mit Lothar Grünewald vom GuT. Foto: Michael Schütz
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Freuen sich auf Solingens ersten Unverpackt-Laden: Patrick und Stefanie Leo (v. l.) mit Lothar Grünewald vom GuT.

Stefanie und Patrick Leo gewannen Gründerwettbewerb.

Von Kristin Dowe

Solingen. Haferflocken und Nudeln direkt im Geschäft ins mitgebrachte Mehrwegglas oder die Frischhaltebox abfüllen – dies soll schon bald bei „Groß und Klein“, Solingens erstem Unverpackt-Laden an der Keldersstraße 11 in Ohligs, möglich sein. Für seine nachhaltige Geschäftsidee hat das Ehepaar Stefanie und Patrick Leo gerade den Gründerwettbewerb gewonnen, den die Personal- und Unternehmensberatung Grünewald Consulting und das Gründer- und Technologiezentrum (GuT) in diesem Jahr erstmals gemeinsam ausgelobt hatten. Die Grünewald Consulting hatte die Immobilie erworben – als Preis dürfen die Eheleute dort nun ein Jahr lang mietfrei wirken. Ein Start-up-Manager des GuT wird den Gründern bei ihren ersten Schritten außerdem beratend zur Seite stehen. „Insbesondere Nachhaltigkeit ist kein schmückendes Beiwerk mehr, sondern in allen Branchen ein Überlebenskriterium“, begründete Lothar Grünewald die Entscheidung der Jury.

Die Eröffnung ist für April geplant, ein genauer Termin stehe aber noch nicht fest, berichtet Stefanie Leo. „Es muss bis zur Eröffnung noch einiges umgebaut werden.“ So sind im Erdgeschoss der Verkaufsraum und ein kleines Bistro geplant, während im Obergeschoss Küche, Büroräume und Toilette untergebracht sein werden.

Mit ihrer Geschäftsidee möchten die Leos ein breites Publikum ansprechen. „Bei uns hat man die Möglichkeit, exakt die gewünschte Menge eines Produkts kaufen zu können, so dass man nicht immer gleich zu einer großen Packung greifen muss. Das ist zum Beispiel für Singles praktisch“, erläutert Stefanie Leo. Obst und Gemüse gebe es im Sortiment zwar nicht, dafür aber viele trockene Lebensmittel, die im Supermarkt sonst nur abgepackt erhältlich sind. Auch Wasch- und Putzmittel sowie Kosmetika werden in den Regalen stehen, ein Schwerpunkt liege auf bio-zertifizierten Produkten.

Der Name „Groß und Klein“ sei eine selbstironische Anspielung auf das Ehepaar Leo, verrät die künftige Inhaberin: „Mein Mann ist zwei Meter groß und ich bin 1,58 Meter. Aber es bedeutet auch, dass man bei uns Portionen in unterschiedlichsten Größen und Behältnissen bekommen kann.“

Für beide ist die Selbstständigkeit ein Sprung ins kalte Wasser – Stefanie Leo war lange in der Verlagsbranche tätig, ihr Mann im pharmazeutischen Außendienst. Für die Solingerin ist klar: „Wir hätten das auch durchgezogen, wenn wir nicht gewonnen hätten.“

https://www.instagram.com/unverpackt.solingen/

Joghurtbecher, Coladosen und Papiertüten sind nur drei von vielen Produkten, die ordentlich getrennt werden müssen, bevor sie zu Hause im Mülleimer landen sollten. Doch wie genau wird in der Realität wirklich getrennt?

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