„Due voci barocche“ bescherten berührenden Abend

Sara Gouzy und Kris Garfitt sorgten in der Ohligser Kirche St. Joseph für einen besonderen Abend. Foto: Tim Oelbermann
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Sara Gouzy und Kris Garfitt sorgten in der Ohligser Kirche St. Joseph für einen besonderen Abend.

Mit Wolfgang Kläsener traten Sara Gouzy und Kris Garfitt in der Kirche St. Joseph auf

Von Jutta Schreiber-Lenz

Eine gute Stunde lang brachten die drei Protagonisten des Kammerkonzerts die Seelen ihre Zuhörerinnen und Zuhörer zum Schwingen. Sara Gouzy und Kris Garfitt als „Due voci barocche“ bewiesen nachdrücklich, dass dieser Name für sie als Duo Programm ist. Es waren zwei barocke Stimmen, die am Freitagabend in der Ohligser Kirche St. Joseph Musik vom Feinsten präsentierten: der klare, strahlende Sopran von Sara Gouzy und der warme, pastellfarbene Klang der Posaune von Kris Garfitt.

Die Barock- Posaune, hatte Garfitt zuvor erläutert, singe nämlich und habe klanglich mit ihrer lauten und eher knallenden moderne Schwester, die etwa im Jazz oder in großen Symphonieorchestern eingesetzt werde, wenig zu tun. „Alma Redemptoris mater“ von Johann Joseph Fux, ein inniges Bittgebet, etwa erklang weich und wärmend mit dem Mix aus Vokalstimme und Posaune und führte als atmosphärischer Auftakt in das Folgende.

Über Bachs „Bete aber auch dabei“, Mozarts melodisches „Agnus Dei“, Caldaras „Dio qual sia“, Frescobaldis Volkslied-Variationen „Bergamasca“, Josephs mahnendes „Alme Ingrate“ ging es bis zu Marc’Antonio Zianis „Quel sembiante cosi bello“ durch zwei Jahrhunderte und ließ die Zuhörerinnen und Zuhörer von Stück zu Stück mehr und mehr zur Ruhe kommen, den Alltag nach hinten schieben und den klanglichen Augenblick genießen.

Gouzy und Garfitt sind international mehrfach ausgezeichnet

Wolfgang Kläsener, Kirchenmusiker im Solinger Westen, ergänzte das Tun der beiden an der Orgel und lieferte entweder begleitende Töne oder virtuose Solo-Momente wie zum Beispiel bei Mozarts „Andante für eine Walze in eine kleine Orgel“ KV 616, das in seiner filigranen Kuriosität viel Freude machte.

Sara Gouzy und Kris Garfitt, beides international mehrfach ausgezeichnete Künstler in ihren jeweiligen Fächern, hatten ein exquisites Programm aus barocken und klassischen Kleinodien dabei, die sie von der Orgelempore auf das Publikum herunter sangen. Dabei verteilten sich die Töne besonders intensiv im großen Raum der neugotischen Kirche und schufen eine dichte, andächtige Stimmung. Das rund 30-köpfige Publikum quittierte das Konzert mit begeistertem Applaus.

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