Familienbetrieb

Die dritte Generation steht in den Startlöchern

Stephan Hirsch (vorne) mit Sohn Fabian (Mitte) und der Auszubildende Dorian Breuer. Foto: Tim Oelbermann
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Stephan Hirsch (vorne) mit Sohn Fabian (Mitte) und der Auszubildende Dorian Breuer.

Die Firma Zimmerei und Holzbau Hirsch besteht seit einem halben Jahrhundert.

Von Timo Lemmer

Solingen. Am Abend sind sie richtig platt. Doch dann überwiegen bei den Mitarbeitern der Firma Zimmerei und Holzbau Stephan Hirsch Freude und Stolz. „Schön ist einfach“, sagt Inhaber Stephan Hirsch, „dass wir jeden Abend sehen, was wir getan haben.“ Sein Sohn Fabian Hirsch, Zimmerermeister, steht nickend neben seinem Vater. Die beiden lieben ihren Beruf, den sie jeweils vom Vater geerbt haben.

Vor 50 Jahren gründete Emil Hirsch den Betrieb. 1995, als der Vater ohnehin in Ruhestand gehen wollte, aber unerwartet starb, übernahm Stephan Hirsch den Betrieb. „Jetzt warte ich darauf, dass ich mal die Füße hochlegen kann“, sagt er lachend. Mit seinem 29-jährigen Sohn Fabian steht die dritte Generation in den Startlöchern. Der 54-jährige Inhaber wird aber freilich noch „einige Jahre“ weitermachen.

Das Unternehmen Hirsch, das auf insgesamt vier Mitarbeiter sowie Stephan Hirschs Ehefrau im Büro baut, hat sich in der Klingenstadt längst einen Namen gemacht. Weniger geläufig ist, dass die Wurzeln eigentlich in Bayern liegen – und der Walder Stephan Hirsch in Bergisch Gladbach geboren wurde. „Mein Vater kam aus Bayern nach Solingen, weil dort damals einfach arbeitstechnisch wenig los war. Ein befreundeter Zimmerer hat ihn hergeholt.“

Immer mehr junge Leute bauten oder stockten Altbau auf

Als eine Meisterstelle in Bergisch Gladbach frei wurde, ging es kurzzeitig an die Grenze zu Köln – als Stephan Hirsch aber zwei Jahre alt war, ging es zurück nach Solingen. 1970 gründete Emil Hirsch dann das heutige Unternehmen. An der Kotter Straße/Ecke Mangenberger Straße entstand die eigene Firma. Als das städtische Gelände Anfang der 1980er Jahre abgegeben werden musste, ging es als eines der ersten Unternehmen ins neue Industriegebiet nach Gräfrath. Seitdem sitzt die Firma auf der Straße Alte Ziegelei 11 auf etwas über 1000 Quadratmetern.

Der Firma geht es gut, zu tun ist reichlich, alles ist in Firmenbesitz. Dass mit dem Baugewerbe auch die Holzarbeiten boomen, erklärt Stephan Hirsch so: „Zum einen wird den Leuten häufig gesagt, dass das Geld immer weniger wert ist. Das Geld liegt zuhause, und so investieren die Leute es lieber.“ Zum anderen würden insbesondere immer mehr junge Leute bauen, oder einen Altbau aufstocken wollen. „Und wieder andere haben Geld über, weil sie keinen Urlaub machen können, und investieren nun in Haus und Garten.“ Die Firma Hirsch liefert Arbeiten verschiedener Art – von Dachstühlen bei Neubauten, Erweiterungen von Altbau, Anbau, Aufstockungen, und zu tun gibt es in Solingen sowie dem nahen Umfeld genügend. Sohn Fabian geht in dieser Arbeit ebenfalls voll auf: „Ich habe immer schon Holzarbeiten gemacht. Nach einem Praktikum beim Schreiner, und dann einem hier im Betrieb, war klar: Hier hat es mir richtig gut gefallen.“

Das wiederum gefällt dem Vater: Die dritte Generation steht in den Startlöchern.

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