Digitale Angebote

Drei Städte arbeiten gemeinsam an Service-Apps für Bürger

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Foto: Christian Beier
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Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

Solingen, Remscheid und Wolfsburg wollen ihre digitalen Angebote ausweiten.

Von Andreas Tews

Solingen, Wolfsburg und Remscheid haben sich zusammen auf den Weg zu einem digitaleren Service-Angebot für die Bürger gemacht. Sie arbeiten an City-Apps, die auf einer gemeinsamen Plattform laufen sollen. Und sie wollen diese Apps in Zukunft mit vereinten Kräften ständig weiterentwickeln. Das Projekt stellten die drei Oberbürgermeister Tim Kurzbach (Solingen), Burkhard Mast-Weisz (Remscheid) und Klaus Mohrs (Wolfsburg) am Dienstag vor.

Remscheids OB Burkhard Mast-Weisz.

Am weitesten ist die Entwicklung in Solingen vorangeschritten. Dort ist bereits eine städtische App am Start. In Remscheid soll eine Testphase im Januar beginnen, die Veröffentlichung der App ist für das erste Quartal 2021 geplant. Wolfsburg wird wenige Monate später folgen.

Klaus Mohrs, OB der Stadt Wolfsburg.

Eine solche Zusammenarbeit zwischen Städten habe es über Ländergrenzen hinweg noch nicht gegeben, sagte Solingens OB Kurzbach am Dienstag. Sein Remscheider Amtskollege Mast-Weisz betonte, dass jede Stadt die Angebote auf die Bedürfnisse ihrer Bürger abstimmen werde. Wichtig sei die Kooperation vor allem im technischen Bereich. Wolfsburgs OB Mohrs verbindet mit der App die Hoffnung, Fragen der Bürger entgegenzunehmen und Informationen weiterzugeben.

Das Ziel sei, die App jeweils für die gesamte Stadtgesellschaft interessant zu machen, erklärte Dirk Wagner, Ressortleiter des Solinger OBs. Die Bürger sollen möglichst viele Dinge über ein und dieselbe Plattform erledigen können. Dabei solle auch der Umfang der Solinger App, die unter anderem bereits Wetterindikatoren, Informationen zur Müllentsorgung und eine Terminvereinbarung für die Kfz-Zulassungsstelle bietet, erweitert werden. Wagner strebt unter anderem einen Ticketservice für Linienbusse, eine Fahrplaninformation und Parkplatzreservierungen an.

Um für die Nutzer interessant zu bleiben, müsse die App kontinuierlich weiterentwickelt werden, ergänzte Dr. Sascha Hemmen (Stadt Wolfsburg). Der Weg gehe gemeinsam weiter. Ohne eine solche Kooperation würden es die Städte nicht so ambitioniert hinbekommen, sagte Arnd Zimmermann (Remscheid).

Zusammengefunden haben Remscheid, Solingen und Wolfsburg laut Wagner über Förderprojekte des Bundesinnenministeriums. Unterstützung bekommen sie aus Berlin, weil sie an einer Plattform arbeiten, von der auch weitere Städte profitieren können. Man sei für weitere Partner offen, betonte Wagner. 

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