Benefizkonzert in der Burger Kirche

Dorper Kantorei singt für Flutopfer

Zwischen den Chorsätzen wurde aus Briefen von Franz Schubert und seinen Zeitgenossen vorgelesen. Foto: Christian Beier
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Zwischen den Chorsätzen wurde aus Briefen von Franz Schubert und seinen Zeitgenossen vorgelesen.

Zwischen den Chorsätzen wurde aus Briefen von Franz Schubert und seinen Zeitgenossen vorgelesen.

Von Wolfgang Günther

Solingen. Leben und Musik des Komponisten Franz Schubert (1797 - 1828) standen im Mittelpunkt eines Benefizkonzertes, das am Sonntag in der evangelischen Kirche in Unterburg stattfand. Die Idee dazu hatte Dr. Jan Crummenerl, der oft und gerne die Orgel an der historischen Kirche aus dem 18. Jahrhundert gespielt hatte. Die Kirche und der Friedhof wurden stark durch das Hochwasser im Juli 2021 beschädigt.

Die renommierte Dorper Kantorei sang unter Leitung der Dorper Kantorin Stephanie Schlüter die „Deutsche Messe“, von Franz Schubert. Dazu zitierte der eloquente Musiker Frank Kistner zwischen den Chorsätzen aus Briefen von Schubert sowie seinen Zeitgenossen, und erzählte interessante, traurige aber auch humorvolle Geschichten aus dem Leben des früh verstorbenen, aber ungemein fleißigen Komponisten. Schubert vollendete sieben Sinfonien, komponierte Chormusik, schrieb Bühnenwerke und etwa 600 Lieder.

„Die Spenden und Einnahmen des Konzerts sind für den Wiederaufbau der Kirche, aber auch für weitere Opfer der Flutkatastrophe im Stadtteil Unterburg bestimmt“, teilte die Kantorin mit. Regina Brabender, seit Jahrzehnten Mitglied der Burger Gemeinde, begrüßte die Gäste. Auch ihre Familie war in Unterburg stark vom Hochwasser der Wupper betroffen. Sehr genau erinnert sich auch die Küsterin Christine Jakobi an die Ereignisse jener Nacht: „Ich wurde damals gewarnt, und war vor Ort, als das Wasser kam, musste aber hilflos zusehen, als der Fluss unsere Kirche überflutete“.

Besucher spendeten lange anhaltenden Beifall

Instrumental begleitet von der Chorleiterin am E-Piano und der Flötistin Susanna Kocherscheidt sang die Kantorei ergreifend Schuberts 1826 komponiertes geistliches Musikwerk, das später den Namen „Deutsche Messe“ bekam, und auf Texten von Johann Philipp Neumann beruht. Wie schon oft erlebt, begeisterte auch bei dieser schlichten, aber bewegenden Musik die Perfektion und besonders die ausgewogene Harmonie des Gesangs der Dorper Kantorei. Zum Ende spielte die Flötistin mit „Leise flehen meine Lieder“ (Ständchen) sicher eines der bekanntesten Lieder von Franz Schubert. Der lange Beifall am Ende machte deutlich, wie viel Freude das Konzert den 60 Besuchern gemacht hat.

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