Fahrbahndeckenprogramm

Diese Großbaustellen beginnen 2022 in Solingen

Ab Juli soll die Wuppertaler Straße von Gräfrath stadtauswärts saniert werden. Der Roggenkamp (Hintergrund) folgt erst danach.
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Ab Juli soll die Wuppertaler Straße von Gräfrath stadtauswärts saniert werden. Der Roggenkamp (Hintergrund) folgt erst danach.

Stadt und Landesbetrieb bauen auf Wuppertaler und Düsseldorfer Straße, Frankfurter Damm und Eschbachstraße.

Von Andreas Tews

Richtung Kellershammer sind die Arbeiten auf der Eschbachstraße abgeschlossen. Ab Juli wird zwischen Ortsdurchfahrt und Burgtal gebaut.

Solingen. Autofahrer müssen sich in Solingen in diesem Jahr auf mehrere Großbaustellen einstellen. Unter anderem soll am Gräfrather Ortsausgang der Wuppertaler Straße die seit Jahren angekündigte Fahrbahnsanierung beginnen. Für 2022 eingeplant ist nach Angaben von Rathaussprecherin Sabine Rische auch der Bau der Rechtsabbiegerspur vom Frankfurter Damm zur Viehbachtalstraße. Außerdem wird die Eschbachstraße zwischen der Unterburger Ortsdurchfahrt und der Burgtalstraße saniert. In Ohligs peilt die Stadt den Beginn des Umbaus der Fußgängerzone auf der Düsseldorfer Straße und des Ohligser Markts an.

Für die Baustellen sind je nach Art der Straßen die Stadt oder der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig. In manchen Fällen – wie bei der Wuppertaler Straße – erledigen die Technischen Betriebe Solingen im Auftrag des Landes die Arbeiten.

Wuppertaler Straße: Die Sanierung der Wuppertaler Straße (B 224) zwischen In der Freiheit in Gräfrath und der Roßkamper Straße in Wuppertal-Vohwinkel soll im Juli beginnen. Hierfür sind zwei Jahre angesetzt. Im Zuge dieser Arbeiten soll auch eine neue Bushaltestelle am Gewerbegebiet Piepersberg entstehen. Diese Großbaustelle war in den vergangenen Jahren mehrfach verschoben worden. Zunächst sollten unter anderem die umfangreichen Bauarbeiten rund um die etwa zwei Kilometer entfernte Autobahn-Anschlussstelle Haan-Ost abgeschlossen werden. Inzwischen ist auf dem Autobahnzubringer (Roggenkamp / Westring) auch der Bau der neuen Straßenkreuzung am neuen Haaner Gewerbegebiet Backesheide beendet. Wenn die Arbeiten auf der Wuppertaler Straße abgeschlossen sind, wird der Roggenkamp saniert.

Die neue Rechtsabbiegerspur auf dem Frankfurter Damm soll den Verkehr aus Richtung Wald entlasten.

Frankfurter Damm: Von April an lässt die Stadt die neue 150 Meter lange Rechtsabbiegerspur vom Frankfurter Damm zur Stadtautobahn (Viehbachtalstraße) bauen. Durch die neue Spur sollen Staus auf dem Frankfurter Damm vermieden werden. Die entstehen immer wieder durch die vielen Autos, die aus Richtung Wald kommend zur Schnellstraße abbiegen. Auch hier gab es in den vergangenen Monaten Verzögerungen. Eigentlich war der Baubeginn für die erste Jahreshälfte 2021 vorgesehen. Der Grund für die Verzögerung war nach Angaben aus dem Rathaus, dass für die Bauarbeiten noch kein Bescheid der Bezirksregierung Düsseldorf über einen Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen vorliege.

Eschbachstraße: In Unterburg wird voraussichtlich ab Juli gebaut. Der Landesbetrieb Straßen lässt die Eschbachstraße (Landesstraße 407) zwischen Ortsdurchfahrt und Burgtalstraße erneuern.

Der Umbau des Ohligser Marktes soll den Einzelhandel stärken und die Aufenthaltsqualität erhöhen.

Ohligs: Weniger für den Straßenverkehr, dafür aber städtebaulich ist der Umbau der Fußgängerzone Düsseldorfer Straße und des benachbarten Ohligser Markts von Bedeutung. Diese Bereiche sollen durch Bauarbeiten aufgewertet werden, die im Februar (Markt) und im Sommer (Düsseldorfer Straße) beginnen. Dies ist ein zentraler Baustein des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts für Ohligs. Unter anderem sollen der Einzelhandelsstandort gestärkt und die Aufenthaltsqualität verbessert werden.

Weitere Baustellen: Weitere Straßenbaustellen beginnen laut Rische in diesem Jahr auf der Nöhrenhauser Straße (ab März), im Bereich Mühlen- und Höhscheider Straße (Juli) sowie auf der Gartenstraße (April). Diverse Kanalbaustellen – unter anderem auf der Viehbachtalstraße (bis Oktober 2023) und dem Hästener Weg (bis März 2023) – werden fortgesetzt.

Deckenprogramm

Beim Fahrbahndeckenprogramm erneuert die Stadt Straßen, auf denen kein Vollausbau nötig ist. Welche Straßen bei diesen kleineren Baustellen 2022 berücksichtigt werden, entscheidet die Politik Ende März. Aus den Programmen vorangegangener Jahre stehen noch aus: Nacker Weg, Burgtal-, Sachsen-, Melbeck-, Eintracht- und Theoderichstraße sowie Rolsberger und Elsässer Straße.

Standpunkt: Chaos vermeiden

Kommentar von Andreas Tews

andreas.tews@ solinger-tageblatt.de

Große Baustellen bringen für Autofahrer oft Unannehmlichkeiten. Sie sind in den meisten Fällen aber ein notwendiges Übel. Es ist gut für die Verkehrsteilnehmer auf den betroffenen Straßen, dass die Stadt und das Land in die Infrastruktur investieren. Dabei will gut Ding manchmal Weile haben. Dies zeigt das Beispiel der Wuppertaler Straße. Nach ursprünglichen Zeitplanungen sollte die dortige zweijährige Großbaustelle schon längst abgeschlossen sein. Es wäre aber unverantwortlich gegenüber den vielen Autofahrern und Busfahrgästen auf dieser wichtigen Ausfallstraße gewesen, die Bauarbeiten parallel zum Umbau der nahe gelegenen Autobahn-Anschlussstelle Haan-Ost über die Bühne gehen zu lassen. Auf Straßen zu bauen, heißt eben auch, Chaos zu vermeiden. Hier hat es sich bewährt, dass der Landesbetrieb Straßen NRW auf die Kompetenz der Technischen Betriebe vor Ort zurückgegriffen hat – so wie es vor zwei Jahren auch im Bereich Landwehr geschehen ist. Bei den anstehenden Baustellen müssen die Planer alles daran setzen, dass der Verkehr möglichst flüssig weiterlaufen kann.

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