Die vierte Generation steigt bei KBT-Meis ein

Seit Anfang des Jahres unterstützt Maxime Borgfeldt ihren Vater Markus Meis bei der Firma KBT-Meis. Foto: Christian Beier
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Seit Anfang des Jahres unterstützt Maxime Borgfeldt ihren Vater Markus Meis bei der Firma KBT-Meis.

Volle Auftragsbücher

Von Manuel Böhnke

Die vergangenen Jahre hat Maxime Borgfeldt genutzt, um eine fremde Branche, andere Firmen kennenzulernen. Die Ausbildung zur Automobilkauffrau sollte der 22-Jährigen Klarheit bringen: Kann sie sich vorstellen, im elterlichen Betrieb zu arbeiten? Ja, sie kann. Seit Anfang des Jahres ist Borgfeldt für die KBT-Meis GmbH & Co. KG tätig. Damit ist die vierte Generation in das Solinger Familienunternehmen für Boden-Sanierung eingetreten.

Vater Markus Meis zeigt sich „ziemlich stolz“, dass der Nachwuchs in seine Fußstapfen tritt. Ihm sei wichtig gewesen, seine Tochter nicht in diese Rolle zu drängen, betont er. Auch sein Vater Wilfried Meis habe ihm vor mehr als 30 Jahren die freie Wahl gelassen. Der 51-Jährige entschied sich 1986 für eine Lehre im elterlichen Betrieb, schloss eine Meisterprüfung zum Maler und Lackierer ab. Seit 2006 führt er das 1932 von Kurt Meis gegründete Unternehmen.

Geeignetes Personal ist kaum zu finden

Schwer ist Maxime Borgfeldt die Entscheidung nicht gefallen. „Eigentlich hatte ich das schon immer im Kopf. Ich habe schon als Kind mitbekommen, was es heißt, selbstständig zu sein, und war stolz auf unsere Firma“, erzählt die Solingerin. Sie durchläuft in den kommenden Monaten eine interne Ausbildung. Dazu gehören zum einen, Verwaltungsabläufe kennenzulernen und mit ihrem Vater Kunden zu besuchen. Andererseits packt sie auf den Baustellen mit an, um sich mit dem Handwerk vertraut zu machen. „Sie muss nicht alles perfekt können, aber wissen, wie es geht“, sagt Markus Meis.

Unterstützung erhält sie dabei vom 15-köpfigen Team um Jürgen Autzen. Er ist Vorarbeiter und Meis’ rechte Hand. Hinzu kommen zwei Bürokräfte. Ginge es nach dem 51-jährigen Geschäftsführer, würde er noch zwei bis vier weitere Mitarbeiter einstellen. Eine spezielle Ausbildung benötigen sie nicht, gefragt ist vor allem handwerkliches Geschick. Zur Belegschaft von KBT-Meis gehören neben Malern und Lackierern auch gelernte Werkzeugmacher. Doch geeignetes Personal zu finden, sei momentan eine kaum lösbare Herausforderung.

Das Geschäft dagegen brummt. „Die Auftragsbücher sind brechend voll“, erzählt Markus Meis. Sein Betrieb ist auf das Sanieren, Abdichten und Beschichten von Böden spezialisiert. Ein Fokus liegt auf Kellerböden, Balkons und Terrassen. Zu den Kunden zählen Hausverwaltungen, Unternehmen und Privatpersonen. Letztere haben die Corona-Pandemie genutzt, um ins Eigenheim zu investieren. „Es lief aber schon davor gut“, betont Meis.

Maxime Borgfeldt und er wollen dafür sorgen, dass das so bleibt. Zunächst gemeinsam. Mit der Zeit möchte sich der 51-Jährige Stück für Stück zurückziehen. „Als Ansprechpartner bleibe ich auf jeden Fall erhalten.“

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