Jubiläum

Die vergangenen Jahre haben die Augenheilkunde revolutioniert

Dr. Hans-Peter Rolshoven (l.), Dr. Sybille Wulf und Dr. Thomas Rolshoven berichten, wie sich ihr Fach verändert hat.
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Dr. Hans-Peter Rolshoven (l.), Dr. Sybille Wulf und Dr. Thomas Rolshoven berichten, wie sich ihr Fach verändert hat.

Ohligser Gemeinschaftspraxis Rolshoven feiert 50-jähriges Bestehen.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Dr. Hans-Peter Rolshoven hatte die Wahl. Er hätte sich in München niederlassen können. Über die nötigen Kontakte verfügte er aus Studienzeiten. „Da hätte ich nur Hausfrauen behandelt“, sagt er grinsend. Der gebürtige Rüganer suchte ein bunteres Klientel, spannendere Fälle. Da stieß er auf einen ausgeschriebenen Augenarzt-Sitz in der Klingenstadt, entschied sich, die Lücke in Ohligs zu füllen. Bis dato kannte er Solingen nur als A 3-Abfahrt. Er hat den Schritt nicht bereut: Am 8. Januar feierte die Praxis, die heute Sohn Dr. Thomas Rolshoven und Dr. Sybille Wulf führen, ihr 50-jähriges Bestehen.

Zunächst befand sich die Praxis in der heutigen Fußgängerzone, 1980 erfolgte der Umzug an die Keldersstraße. Sohn Thomas ist froh über den Standort: „Ohligs prosperiert. Wir haben hier sehr nette, vielfältige Patienten.“

Gerade einmal fünf Augenärzte gab es 1973 in Solingen. Wichtig war Hans-Peter Rolshoven deshalb eine Möglichkeit zum Operieren. Die fand er im Hildener Krankenhaus. Bis er sich Ende 2022 zur Ruhe setzte, sind Operationen das Steckenpferd des 83-Jährigen geblieben. „Er hat jedes neue Thema begeistert angenommen und ist bis heute auf dem neuesten Stand der Augenheilkunde“, lobt Thomas Rolshoven.

Der 57-Jährige ist am 1. Januar 2000 in die Praxis eingetreten, führt sie, seit sein Vater 2008 seinen Kassensitz aus Altersgründen abgeben musste. In den folgenden Jahren verstärkte der Senior das Team als angestellter Mediziner. „Wir haben einander viel beigebracht“, betont Thomas Rolshoven. Dazu hat auch Sybille Wulf beigetragen. Sie ist seit 2006 Mitgesellschafterin an der Keldersstraße.

Themen zum Austausch gibt es genug. Als Hans-Peter Rolshoven seine Laufbahn begann, wurden beim Grauen Star die trübe Linse entfernt, eine Starbrille verschrieben. Heute ist das Einsetzen künstlicher Linsen ein Routineeingriff, die häufigste Operation weltweit. Auch bei der Behandlung des Grünen Stars und der Makuladegeneration habe die Augenchirurgie große Fortschritte gemacht. Damit ihre Patienten davon profitieren, kooperieren Rolshoven und Wulf mit Partnern. Sie selbst konzentrieren sich auf kleinere Eingriffe, etwa in der Lid-Chirurgie, führen Laserbehandlungen der Netzhaut, des Nachstars und des Grünen Stars durch.

Neue Technik revolutioniert die Augenheilkunde

„Die letzten 10 bis 15 Jahre haben unser Fach revolutioniert“, sagt Thomas Rolshoven. Maßgeblich dafür sei die Optische Kohärenztomographie. Die Technik ermögliche wesentlich bessere Diagnostik, mache kleinste Veränderungen im Auge nachvollziehbar. Hinzu kommen Fortschritte in der Lasertechnologie, an die vor 50 Jahren nicht zu denken gewesen sei, ergänzt Sybille Wulf.

Auch die Branche selbst verändert sich. Große Anbieter nehmen mehr Raum ein, inhabergeführte Praxen verschwinden zusehends. Doch Thomas Rolshoven ist überzeugt, dass seine Patienten den persönlichen Kontakt, die gute Erreichbarkeit schätzen – manche seit 50 Jahren. Kein Konzern, aber „menschlich effektiver“. Dieses Angebot möchte der 57-Jährige aufrechterhalten. Vielleicht nicht so lange wie sein Vater, aber: „20 Jahre möchte ich noch weitermachen.“

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