Tourismus

Die Übernachtungszahlen ziehen wieder an

Moderner, zeitloser Stil prägt das Interieur von Just Stay.
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Moderner, zeitloser Stil prägt das Interieur von Just Stay.

Viele Gäste wünschen mehr eigenen Freiraum und weniger Kontakt zu anderen Gästen – dem kommt das Just-Stay-Konzept nach.

Von Liane Rapp

Solingen. Die vierte Welle kommt nicht nur, aber besonders auch für die Hotellerie zur Unzeit: „Wir haben gesehen, dass die Belegungszahlen wieder steigen“, sagt Isabel Hausmann, stellvertretende Geschäftsführerin des Verbandes Dehoga Nordrhein. „Tourismus im eigenen Land hat seit Corona viel Wertschätzung erfahren.“

Zwei Stockwerke wurden auf den ehemaligen Schwerthof aufgesetzt, um die Zimmerzahl zu erhöhen.

Holger Piwowar, Geschäftsführer der „Bergischen Drei“ bestätigt: „Die Übernachtungszahlen in der Hotellerie ziehen glücklicherweise wieder an: Aktuell sind wir für den Monat August 2021 im Vergleich zum August 2020 bei einem Plus von 22,1 Prozent für Solingen und 29,1 Prozent für das Bergische Städtedreieck. Dabei darf man allerdings nicht außer Acht lassen, dass wir aufgrund der coronabedingten Unsicherheit aus einem Tief kamen.“

Blicke in ein Zimmer...

Der Geschäftstourismus sei eine schwer einschätzbare Komponente, so Isabel Hausmann: „Wie sich der Anteil von Homeoffice und Videokonferenz langfristig entwickeln wird, wie schnell die Messen wieder alte Größe erreichen, bleibt offen. Wir schauen aber zuversichtlich in die Zukunft, obwohl es derzeit viele Unbekannte in der Gleichung gibt.“ Dazu zählten etwa die steigenden Energiekosten sowie die nach wie vor schwierige Suche nach dem passenden Personal für Gastronomen und Hoteliers. „Die blicken – auch aufgrund vieler Verpflichtungen, wie der Rückzahlung von Krediten und dem Auslaufen von Stundungen – verhalten auf das Jahr 2022“, so die Einschätzung von Isabel Hausmann.

...und ein Bad des hochwertig eingerichteten Hotels.

Entscheidend für den Erfolg von Hoteliers sind, so Holger Piwowar, „eine moderne Infrastruktur und ein ansprechendes Ambiente, das den heutigen Anforderungen der Gäste gerecht wird.“ Probleme hätten hingegen Mitbewerber, deren Häuser in die Jahre gekommen seien und bei denen sich ein Renovierungsstau gebildet habe.

Hotelbetreiber sollten nicht nur auf Geschäftskunden setzen

Er glaubt nicht, dass sich das Aufkommen von Tagungs- und Messebesuchern wieder auf ein Vor-Corona-Niveau einpendelt. „Deshalb raten wir Hotelbetreibern, neben dem Businessgast den klassischen Urlauber nicht zu vernachlässigen.“ Aktive Naturerlebnisse im bergischen Städtedreieck wie Wandern und Trassenradeln würden dem coronabedingten Gästewunsch nach Outdooraktivitäten entsprechen und nachgefragt werden.

Geschäftsführer Dr. Christian Hamann zeigt den informativen Touch-Screen in der Lobby.

2020 und 2021 hätten einen Trend hin zur Anmietung von Ferienwohnungen und -häusern sowie Wohnmobil-Stellplätzen verdeutlicht. Auch, weil viele Gäste mehr eigenen Freiraum wünschen und weniger Kontakt zu anderen Gästen, sagt Holger Piwowar und verweist auf das Konzept des Hotels Just Stay (Bleib‘ einfach), das vor einem Jahr an der Focher Straße in den sanierten Räumen des ehemaligen Schwerthofes eröffnet hat. Es unterscheidet sich in einer Sache von allen anderen Hotels in Solingen: Es ist „kontaktlos“, von der Buchung bis zum Auschecken läuft alles digital.

„Seit Ende des Lockdowns sieht die Buchungslage super aus.“

Christoph Hamann, Just-Stay-Geschäftsführer

Um in die Lobby und das Zimmer zu gelangen, wird ein Zugangscode benötigt, der vorab per E-Mail oder SMS zugeschickt wird. Auch der Meldeschein muss zuvor digital ausgefüllt werden. Am Abreisetag kommt die Rechnung per E-Mail, sobald die Eingangstür zugezogen wurde. Service ohne viel Personal, in Solingen sind das ein Hausmeister und Reinigungspersonal – das macht die Preise günstiger und ermöglicht dennoch einen hochwertigen Aufenthalt, so der Gedanke der Markenentwickler von Just Stay. Durch das Pandemiegeschehen gäbe es einen regelrechten Trend zum „kontaktlosen“ Reisen, bestätigt Just-Stay-Geschäftsführer Christoph Hamann: „Seit Ende des Lockdowns sieht die Buchungslage super aus.“

So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus

So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus
So sieht das Hotel „Just Stay“ in Solingen aus © Christian Beier

Der 42-jährige Familienvater ist selbst weit gereist, hat unter anderem in New York und Kapstadt gelebt. Auf die Idee, sich in der Hotellerie selbstständig zu machen, kam er aber erst durch seinen Mitgründer Lothar Lahaye. So entstanden die ersten beiden „Just-Stay“-Häuser in Ratingen und Grevenbroich, weitere sollen in Kürze folgen. „Unser Ansatz ist, dass sich die Hotels in einem Umkreis von rund 50 Kilometern zum Düsseldorfer oder Kölner Zentrum befinden, um auch für Messebesucher interessant zu sein“, so der studierte Wirtschaftswissenschaftler.

Ausbau

Pläne: Zwei Stockwerke wurden auf den ehemaligen „Schwerthof“ aufgesetzt, um die Zimmerzahl auf nun 33 zu erhöhen. In einer zweiten Ausbaustufe sollen noch weitere Appartements im Bereich der früheren Bowlinganlage folgen. Besonders beliebt seien die Suiten in der obersten Etage, so Christoph Hamann, die auch eine schöne, großzügige Terrasse mit Blick auf hohe Bäume und eine Wiese bieten.

Kontakt: (02 11) 54 59 17 77

www.juststay.de

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