Die Stadt investiert 2021 gut 5 Millionen Euro

Der Fuhrpark wird über den städtischen Haushalt finanziert

Von Philipp Müller

An der Wache Wald schaut Gottfried Kreuzberg auf die verschiedenen Container, die zu den Einsatzorten gebracht werden können. Sie sind nicht sein Sorgenkind, aber es ginge auch besser. Eigentlich geht es immer besser, weiß der Brandrat der Berufsfeuerwehr Solingen, der die Abteilung Technik leitet.

Doch die Beschaffung der Fahrzeuge und ihre Unterhaltung ist bei knappen Kassen der Stadt auch ein Balanceakt. Aber es wird weiter in die Sicherheit der Stadt investiert. Allein in den Bereich Rettungsdienst werden bis zum Jahr 2024 gut 3,2 Millionen Euro investiert. Der Haushalt für das laufende Jahr verweist darauf, dass die Fahrzeuge gebündelt bestellt werden. Bei den Rettungswagen, den RTW, hat das aus Sicht der Praktiker in den Wachen den großen Vorteil, dass sie sie nicht mit verschiedenen Fabrikaten vertraut machen müssen. Was sich jetzt als Vorteil erweist, liegt aber auch daran: Es handelt sich laut Haushalt für 2021 „um Beschaffungen, die in früheren Jahren nicht durchgeführt werden konnten“.

Neue Fahrzeuge werden gebündelt angeschafft

Die Bündelung der Beschaffung der Fahrzeuge ist auch für die anderen Tätigkeitsfelder der Feuerwehr jetzt das Maß der Dinge. 1,9 Millionen investiert die Stadt im laufenden Jahr in Tanklöschfahrzeuge. Die Bündelung der Beschaffung ist auch hier über mehrere Jahre angelegt. Zahlen muss das die Stadt Solingen weitestgehend selbst. Denn nur knapp 230 000 Euro kommen als Feuerschutzpauschale vom Land NRW in die Kassen der städtischen Kämmerei.

Anders sieht das beim Katastrophenschutz aus. Der ist Sache der Länder und des Bunds. Letzterer stattet die Freiwilligen Feuerwehren mit Fahrzeugen aus. Da sei Solingen gut aufgestellt, sagt Gottfried Kreuzberg. Bei der Berufsfeuerwehr stehen Fahrzeuge für den Katastropheneinsatz, die vom Land kommen. Die seien im Prinzip ähnlich ausgestattet wie die vom Bund, würden sich in der Summe aber gut ergänzen. Und doch liegt da oft die Tücke im Detail. Die Fahrzeuge vom Land haben auf der Hinterachse Zwillingsreifen und sind dadurch etwas robuster im Gelände einsetzbar.

Mit Blick auf die gerade bewältigte Hochwasserkatastrophe hatte sich Kreuzberg schon gewünscht, dass andere Boote zur Verfügung stehen müssen, will die Solinger Feuerwehr auch selbst bei starker Strömung Menschen retten können. Das muss dann aber erst in den Haushalt eingestellt werden. Auch für die Container, sie enthalten Geräte für den Atemschutz, medizinische Aufgaben, Löschmittel und vieles mehr, soll eine Lösung gefunden werden, sie durch Lkw zu ersetzen, weil das am Ende schneller zum Einsatz führe.

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