Verwaltung

Die Stadt geht in die Weihnachtspause

Während Anlaufstellen wie die Bürgerbüros und die Zulassungsstelle geöffnet bleiben, gehen weite Teile des Rathauses und der Verwaltung in eine verlängerte Weihnachtspause.
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Während Anlaufstellen wie die Bürgerbüros und die Zulassungsstelle geöffnet bleiben, gehen weite Teile des Rathauses und der Verwaltung in eine verlängerte Weihnachtspause.

Um Energie zu sparen, sind zwischen den Jahren und danach einige Dienststellen geschlossen. Die IHK kritisiert dieses Vorgehen als „weder wirtschafts- noch bürgerfreundlich“. Notdienste wurden eingerichtet.

Von Björn Boch

Solingen. Um Strom und Heizenergie zu sparen, bleiben viele Dienststellen der Verwaltung vom 27. Dezember bis 8. Januar geschlossen. Die Stadt hat dazu nun weitere Details veröffentlicht. Sie betont, dass dennoch viele Serviceleistungen angeboten würden. „So haben etwa die drei Bürgerbüros sowie die Zulassungsstelle geöffnet, alle üblichen Dienstleistungen werden erledigt. Es können Termine vereinbart werden, auch der persönliche Besuch ist möglich“, erklärt Stadtsprecherin Sabine Rische.

Die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) kritisiert die lange Schließung der Stadtverwaltungen in Solingen und Wuppertal. Gleich bis zum 8. Januar in eine Winterpause zu gehen, erscheine „etwas übertrieben“, zumal die Ämter in der Nachbarstadt Remscheid zumindest im neuen Jahr ganz normal geöffnet seien. „Wir haben großes Verständnis dafür, dass Energie eingespart werden muss. Aber Behörden müssen für Wirtschaft und Bürger auch ohne wochenlange Pause zugänglich und die Services nutzbar sein“, so IHK-Präsident Henner Pasch und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge.

Das Vorgehen sei weder wirtschafts- noch bürgerfreundlich. „Wir würden uns wünschen, dass es künftig einheitliche Regeln im Städtedreieck gibt und mehr zwischen der sinnvollen Energieeinsparung bei den Kommunen und dem notwendigen Service für Bürger und Wirtschaft abgewogen wird“, heißt es weiter.

Die Stadt argumentiert, dass durch die Schließung an neun Arbeitstagen „durch eine flächendeckende Nicht-Nutzung von Diensträumen der Energieaufwand auf ein Minimum reduziert werden kann“. Das ist ihr wie berichtet sogar freie Tage wert: In der ersten Woche (27. bis 30. Dezember) erhalten die Bediensteten zwei Tage Sonderurlaub und müssen für die beiden weiteren Tage selbst Urlaub oder Freizeitausgleich nehmen.

In der zweiten Woche (2. bis 6. Januar 2023) sind die Beschäftigten gehalten, für den 2. und 3. Januar Urlaub oder Freizeitausgleich einzureichen. Ab 4. Januar könne wieder im Homeoffice gearbeitet oder weiterer Urlaub genommen werden.

Die Stadt entgegnet auf die IHK-Kritik außerdem, dass neben den Bürgerbüros und der Zulassungsstelle auch die Ausländerbehörde geöffnet sei. Andere wichtige Stellen, die Menschen unterstützen, die von Notlagen betroffen sein könnten oder Hilfe benötigen, hätten Notdienste eingerichtet. Eine Übersicht.

Service-Center: Nicht besetzt vom 27. bis 30. Dezember ist das Service-Center. Unter der zentralen Rufnummer der Verwaltung (2 90-0) „läuft eine Bandansage, die auf das Angebot auf der städtischen Homepage verweist“.

Standesamt: Das Standesamt sei zwischen Weihnachten und Neujahr wie gewohnt erreichbar und nur am 2. und 3. Januar geschlossen.

Jobcenter: Für die Hilfe bei akuten und drohenden Notlagen ist ein Notdienst eingerichtet: „Vor dem Besuch unbedingt telefonisch melden, um vorab Lösungen zu besprechen und zu klären, welche Dokumente eingereicht werden müssen.“ Das Telefon unter 2 90-38 00 sei vom 27. bis 30. Dezember sowie vom 2. bis 6. Januar jeweils von 7.30 bis 12.30 Uhr besetzt.

Stadtdienst Wohnen: Hilfe bei Wohnungsnotfällen und Versorgungssperren unter 2 90-22 20, montags bis freitags 8 bis 15 Uhr. Obdachlosensprechstunde: montags bis freitags, 9 bis 10 Uhr (nicht am 2. Weihnachtstag), Eingang Rathaus, Walter-Scheel-Platz 1.

Stadtdienst Soziales: Für Notfälle sind verschiedene Abteilungen vom 27. bis 30. Dezember und vom 2. bis 6. Januar jeweils von 9 bis 16 Uhr telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung SGB XII: Tel. 2 90-52 23 oder -54 26. Hilfen für Asylbewerber: Tel. 2 90-50 20. Pflege- und Wohnberatung: Tel. 2 90- 52 92. E-Mails:
grundsicherung@solingen.de
fluechtlinge@solingen.de
pflegeberatung@solingen.de
betreuungsstelle@solingen.de

Stadtdienst Jugend: Für dringende Fälle, zum Beispiel bei Kindeswohlgefährdungen, gibt es einen Notdienst: Alle anderen Anliegen werden ab 9. Januar bearbeitet. Der Notdienst ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr (nicht am 2. Weihnachtstag) sowie freitags von 8 bis 13 Uhr erreichbar. Team Wald und Gräfrath: Tel. 2 90-54 01; Team Burg, Höhscheid und Widdert: Tel. 2 90-54 02; Team Ohligs, Aufderhöhe und Merscheid: Tel. 2 90-54 03; Team Mitte: Tel. 2 90-54 04; Fachstelle Kinderschutz: Tel. 2 90-23 45. Außerhalb dieser Zeiten ist der Bereitschaftsdienst des Jugendamtes in Notfällen über die Polizei zu erreichen.

Coppelstift: Die Schwangeren-Beratungsstelle ist an allen Werktagen außer samstags von 8 bis 16 Uhr erreichbar unter Tel. 23 13 48 10 oder per E-Mail: coppelstift@solingen.de

Gesundheitsamt: Für unaufschiebbare Anliegen zum Infektionsschutz und im sozialpsychiatrischen Dienst ist das Gesundheitsamt per E-Mail erreichbar. stadtdienst.gesundheit@solingen.de

Entsorgung

Müllheizkraftwerk: Am 24. und 31. Dezember verkürzte Öffnungszeiten von 7.30 bis 11 Uhr, an den übrigen Werktagen von 7.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, samstags von 7.30 bis 13.30 Uhr.

Entsorgungszentrum Bärenloch: 24. und 31. Dezember geschlossen, an den übrigen Werktagen von 7.30 bis 15.45 Uhr geöffnet, samstags von 7.30 bis 12.15 Uhr.
www.solingen.de/tbs

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