Nach Corona-Zwangspause

Die großen Solinger Feste kehren 2022 zurück

Ob es beim Dürpelfest wieder so voll wird wie 2019, hängt von vielen Faktoren ab.
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Ob es beim Dürpelfest wieder so voll wird wie 2019, hängt von vielen Faktoren ab.

Planungen für Dürpelfest, Sommerparty, Zöppkesmarkt und Straßentheaterfest laufen.

Von Andreas Tews Philipp Müller und Simone Theyßen-Speich

Solingen. Für die großen Solinger Straßenfeste soll die Corona-Zwangspause zu Ende sein. Nach Angaben der jeweiligen Veranstalter sollen zum ersten Mal seit 2019 sowohl das Dürpelfest, als auch die Sommerparty „Echt.Scharf.Solingen“ und der Zöppkesmarkt wieder stattfinden. Während die Planungen für das Dürpelfest im Mai in Ohligs jetzt unter einem gewissen Zeitdruck stattfinden, haben die Planer für die Sommerparty (August) und den Zöppkesmarkt (September) etwas mehr Zeit.

Auf jeden Fall sollen auch der Zöppkesmarkt (Foto) und die Sommerparty wieder stattfinden.  

Corona-Pause: Zu der Zwangspause hatten die strengen Corona-Bestimmungen der vergangenen Jahre geführt. Da diese jetzt gelockert wurden, ist der Weg für die vier großen Solinger Feste frei. Noch nicht ganz klar ist, in welchem Umfang sie stattfinden werden.

Zöppkesmarkt: Der Zöppkesmarkt in Solingen-Mitte könnte nach Angaben von Organisator Falk Dornseifer zum Beispiel etwas kleiner als früher ausfallen. Für ihn ist aber klar: „Der Zöppkesmarkt findet wieder statt. Wir sind in den Planungen.“ Als Termin für den großen Flohmarkt mit Volksfestcharakter steht das zweite September-Wochenende, 9. bis 11. September, fest.

Der Etat für Kulturevents ist überall ausbaufähig

Ein organisatorisches Problem bereitet aber die Baustelle für den Sparkassen-Neubau am Neumarkt. Es sei noch nicht geklärt, ob die Baukräne ein Problem für das Riesenrad sein könnten, das beim Zöppkesmarkt seit mehreren Jahren auf dem Neumarkt steht, berichtet Dornseifer als Sprecher des Zöppkesmarktvereins. Die Suche nach Lösungen laufe noch. Alternativstandorte für das Riesenrad sind nach Dornseifers Einschätzung nur schwer zu finden.

Auf jeden Fall sollen auch der Zöppkesmarkt und die Sommerparty (Foto) wieder stattfinden.  

Dürpelfest: Auch die Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft (OWG) hat mit der Vorbereitung des Dürpelfestes begonnen. Frauke Pohlmann und Christoph Fuhrmann vom Vorstand unterrichteten zuletzt die Standbetreiber, dass es „grünes Licht“ von Seiten der Ordnungsbehörden und der Polizei gegeben habe, das Fest vom 20. bis 22. Mai durchzuführen. Es wird, darüber hatte das Tageblatt schon berichtet, ohne die Fläche Marktplatz auskommen müssen. Dort soll in Kürze der Umbau starten. Auch wenn Fuhrmann erklärte, dass es zeitlich sehr eng sei, noch alles zu organisieren, zeigt er sich zuversichtlich, für die Besucherinnen und Besucher ein Fest fast auf dem Niveau der Zeit von vor Corona anbieten zu können.

Sommerparty: Der Initiativkreis Solingen will seine Sommerparty auf dem Neumarkt vom 12. bis zum 14. August zusammen mit dem Winzerfest auf dem Fronhof und vielen Ständen in der Innenstadt veranstalten. Das hatte er schon im Spätherbst vergangenen Jahres beschlossen. Inzwischen nimmt das Musikprogramm für die Party schon Formen an. „Wer genau auftritt, verraten wir, sobald alles technisch und organisatorisch festgezurrt ist“, erklärt Waldemar Gluch, der Vorsitzende des Initiativkreises.

Walder Theatertage: Bereits fest steht seit einiger Zeit, dass nach zwei Jahren Pause auch das Straßentheaterfest der Walder Theatertage wieder stattfindet – pünktlich zum 25-jährigen Bestehen der Kulturreihe. Das internationale Straßentheaterfest ist vom 10. bis 12. Juni auf verschiedenen Bühnen rund um den Walder Ortskern mit italienischer Musik, französischem Theater und Varieté. Am 11. Juni findet im Stadttheater die Gala der diesjährigen Theatertage statt.

Sorgen um Geschirr: Sorgen hatten die Organisatoren zuletzt nicht nur wegen der coronabedingten 2G - und 3G-Regeln. Auch Bestimmungen mit Blick auf das Mehrweggeschirr zählten zu den erschwerenden Faktoren. Eine entsprechende Anfrage hatte CDU-Ratsmitglied Dornseifer Mitte Februar im Stadtrat an die Verwaltung gerichtet. „Wir sind für Müllvermeidung bei den Festen“, versichert Dornseifer. Doch Vorgaben, wie das Geschirr unter Coronabedingungen hätte gespült werden müssen (zum Beispiel mit besonders heißem Wasser bei anschließendem gründlichen Abtrocknen) hätten nach seiner Meinung die Betreiber von Getränke- und Speisenständen vor fast unlösbare organisatorische Herausforderungen gestellt.

Mittlerweile teilte das Rathaus aber mit, dass das Land die entsprechenden Bestimmungen stark gelockert habe. Somit stellen sie auch laut Dornseifer kein gravierendes Problem mehr dar. Damit ist auch seine Forderung nach städtischen Sondergenehmigungen, die den Einsatz von Einweggeschirr ermöglichen, vom Tisch.

Frühjahrskirmes

Am 1. April startet auf dem Parkplatz Weyersberg die Frühjahrskirmes. Bis zum 10. April bleibt sie geöffnet. Der Schaustellerverband Rhein-Ruhr-Wupper erklärt als Ausrichter des Volksfestes : „Die Menschen sehnen sich nach Abwechslung.“ Die Kirmes wird als Rundlauf angelegt, so muss jeder Besucher an allen Geschäften vorbei laufen.“ Täglich ist von 14 bis 22 Uhr geöffnet, an den Sonntagen bereits ab 12 Uhr. Familientag mit ermäßigten Preisen ist am Mittwoch. Am zweiten Samstag, 9. April, gibt es ein großes Höhenfeuerwerk. Geprägt ist die Kirmes durch Karussells wie „Break-Dance“, „Hollywood Star“ oder den „Musikexpress“.

Standpunkt: Das Leben kehrt zurück

Von Andreas Tews

andreas.tews@solinger-tageblatt.de

Die Pandemie ist längst nicht überwunden. Vorsicht ist weiterhin angebracht. Wir müssen aber auch lernen, mit dem Virus zu leben. Ein wichtiger Schlüssel hierzu sind die Impfungen, die uns mit hoher Wahrscheinlichkeit vor schweren Krankheitsverläufen schützen. In diesem Zusammenhang muss es auch möglich sein, nicht nur Fußballspiele vor 50 000 Zuschauern auszutragen, sondern auch die großen Straßenfeste zu feiern, die viele vermissen. Dies sollte natürlich mit dem größtmöglichen Schutz geschehen. Es entbindet uns aber nicht von der Verantwortung, die jeder für sich selbst hat. Ein Ende der Maskenpflicht heißt nicht, dass niemand mehr Maske tragen darf, und dass Feste erlaubt sind, heißt nicht, dass jeder hingehen muss. Es ist aber gut für die Stadt und viele ihrer Bewohner, dass sie wieder stattfinden. Das Leben kehrt in die Stadt zurück.

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