Die Fischtreppe in Unterburg ist beschädigt

Durch Starkregen kam es zu Unterspülungen am Bauwerk – Reparaturen sind noch nicht abgeschlossen

Von Kristin Dowe

Die Fertigstellung der Fischtreppe im Dezember 2020 markierte die letzte wichtige Maßnahme rund um den Hochwasserschutz am Eschbach in Unterburg. Als ökologischer Ausgleich soll der Aufstieg dazu dienen, dass Fische und andere Lebewesen im Eschbach den Höhenunterschied gefahrlos überwinden können. In den vergangenen Monaten hätten starke Regenfälle das Projekt aber beeinträchtigt, teilt der Wupperverband auf ST-Nachfrage mit.

Wupperverband kann ökologischen Erfolg noch nicht bemessen

„Anfang des Jahres 2021 gab es im Zusammenhang mit hohen Niederschlägen und einem erhöhten Pegelstand im Eschbach einige Ausspülungen am Fischaufstieg. Außerdem hatten sich Steine verlagert“, berichtet Susanne Fischer, Sprecherin des Wupperverbandes. Über die Ufer getreten sei der Eschbach aber nicht. Eine Baufirma, die den Fischaufstieg auch errichtet hatte, habe bereits Ende Mai damit begonnen, die Mängel zu beseitigen. „Allerdings kam auch hier ein Starkregen dazwischen“, bedauert Fischer. Dieser habe zwar gezeigt, dass die Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Ortskern wirksam sind, die eingerichtete Baustelle am Fischaufstieg wurde jedoch beschädigt. Die Reparaturarbeiten seien deshalb noch nicht vollständig abgeschlossen und würden zusätzlich erschwert, weil das Baumaterial zurzeit knapp sei. Zu Feuerwehreinsätzen oder Gebäudeschäden habe dies allerdings nicht geführt, kann Susanne Fischer beruhigen. „Lediglich das Bauwerk des Fischaufstiegs selbst wurde beschädigt.“

Aufgrund der Mängel lasse sich aktuell auch noch kein Fazit über die ökologische Wirksamkeit der Fischtreppe ziehen. „Wir werden die Entwicklung weiter beobachten“, so Fischer.

Der Fischaufstieg ist eine circa 70 Meter lange Rampe, die aus 20 einzelnen Stufen aus Natursteinen besteht. Zuvor gab es im Bereich der inzwischen demontierten Behelfsbrücke Mühlendamm im Bachbett eine Betonsohle, die aus ökologischer Sicht ein Hindernis für die Organismen im Eschbach darstellte. Eine Durchgängigkeit für Lebewesen ist laut Experten ein wichtiges Kriterium für eine naturnahe Gewässerstruktur.

Die Kosten für den Fischaufstieg betrugen rund 300 000 Euro.

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