Parkanlage

Dickenbusch erhält neuen Spielplatz

Mit einem integrativen Spielplatz soll behinderten und nichtbehinderten Kindern aus der Innenstadt in der Parkanlage Dickenbusch ein Freizeitangebot geschaffen werden, das bisher fehlt. Foto: Christian Beier
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Mit einem integrativen Spielplatz soll behinderten und nichtbehinderten Kindern aus der Innenstadt in der Parkanlage Dickenbusch ein Freizeitangebot geschaffen werden, das bisher fehlt.

Parkfläche in der City wird durch Angebote für behinderte und nichtbehinderte Kinder aufgewertet.

Von Philipp Müller

Solingen. Einstimmig beschloss die Bezirksvertretung Mitte, in der Parkanlage Dickenbusch einen integrativen Spielplatz zu errichten. Geplant und ausgeführt wird das von der Stadt durch das Ingenieurbüro Grünflächen. Die Verwaltung hatte dazu vorher Mittel aus dem Städtebauförderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2018“ erhalten. 150 000 Euro kostet der Spielplatz. Bei einer Förderquote von 90 Prozent durch das Land beträgt der zu finanzierende Eigenanteil der Stadt 15 000 Euro.

In der Bezirksvertretung stellte Melanie Wachenfeld-Schöpp vom Ingenieurbüro die Planungen vor. Mit intensiver Beteiligung der Kinder der anliegenden Grundschule Katternberg und weiteren Kindern sowie Experten für Spielplätze für Behinderte sei ein Entwurf für den Spielplatz Dickenbusch erarbeitet worden, der ein Angebot für das Zusammenspielen von behinderten und nichtbehinderten Kindern schaffe.

Kernelement sei eine integrative Spielkombination, die von Kindern mit Mobilitätseinschränkungen genutzt werden könne. Ein Trampolin habe bei der Kinderbeteiligung die Wunschliste angeführt. Es sei dann ein Modell gewählt worden, welches auch mit Rollstühlen befahrbar sei. Der Spielplatz erhält außerdem einen integrativen Schaukelsitz sowie eine Nestschaukel. Diese Geräte werden durch Kinder mit und ohne Behinderung nutzbar sein.

Ein Sandkasten, Balancierpalisaden, Federwipptiere, sowie ein Doppelreck runden das vielfältige Angebot ab. Das Ingenieurbüro hat einen hohen Anteil an Wegeflächen eingeplant, denn die Zuwegungen zu den Geräten seien wichtig, um trotz Mobilitätseinschränkung die Spielelemente leicht erreichen zu können. Ergänzend sollen Sitz- und Aufenthaltsflächen im Freien zum Verweilen einladen.

In der Sitzung wurden die Pläne begrüßt. Bezirksvertreterin Eva Nagy (CDU) wollte wissen, ob der Platz neben den beiden Hauptstraßen und den geplanten Kreisverkehren nicht zu knapp und unsicher sei. Melanie Wachenfeld-Schöpp versicherte: „Der Platz für den Spielplatz ist eng, passt aber knapp.“ Die Innenstadt benötige Spielplätze. Es sei kein anderer Standort für ein integratives Angebot möglich. Deshalb sei der Platz von der Katternberger Straße aus künftig barrierefrei erreichbar. Die Treppe zur Kölner Straße soll in Schuss gebracht werden.

Der Platz für den Spielplatz ist eng, passt aber knapp.“

Melanie Wachenfeld-Schöpp, Stadt

Ratsmitglied Dietmar Gaida (Grüne) erfragte, ob die Stadt die regelmäßige Instandhaltung des Spielplatzes im Auge habe. Das sei so, sagte die Fachfrau und versicherte eine wöchentliche Kontrolle und Reinigung des Platzes. Papierkörbe werde man bei Bedarf auch öfter leeren. Zudem sicherte sie zu, dass stets genug Tüten für Hundekot vorgehalten würden. Für die Pflege setzt die Stadt 4200 Euro Kosten pro Jahr an.

Förderung

Ziel des „Investitionspakts Soziale Integration im Quartier NRW 2018“ ist es, durch die Qualifizierung von Grün- und Freiflächen Orte der Integration und des sozialen Zusammenhalts im Quartier zu schaffen.

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