Deutsches Rotes Kreuz: Staffelübergabe bei der Blutspende

Gestern wurde Andrea Kraemer (Mitte) als Blutspendeleitung verabschiedet. Ihre Nachfolge übernimmt Melanie Manske (r.). Links im Bild DRK-Referentin Vera Sievert. Foto: Christian Beier
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Gestern wurde Andrea Kraemer (Mitte) als Blutspendeleitung verabschiedet. Ihre Nachfolge übernimmt Melanie Manske (r.). Links im Bild DRK-Referentin Vera Sievert.

Andrea Kraemer war gestern letztmalig für die Organisation verantwortlich – Melanie Manske übernimmt

Von Jutta Schreiber-Lenz

Noch hat Andrea Kraemer kein richtiges Abschiedsgefühl. Die 65-Jährige hat an ihrem letzten Arbeitstag als Organisatorin und Begleiterin der regelmäßigen DRK-Blutspende-Termine vor Ort wieder viel zu klären und zu entscheiden. Zum Beispiel kurzfristig Personal umverteilen oder beim Herrichten der Lunchpakete für „danach“ anzupacken.

Der gestrige Mittwoch im Clemenssaal war nun ultimativ ihr letzter Einsatztag. Das nächste Mal, beim Blutspende-Termin zwischen Weihnachten und Neujahr, wird schon ihre Nachfolgerin, Melanie Manske den Hut aufhaben. Sie gehe mit einem lachenden und weinenden Auge, sagt Kraemer, während sie auf die 30 Jahre zurückblickt, die nun hinter ihr liegen. Einerseits habe sie nun endlich mehr Zeit für ihre Enkelkinder. Die fünf seien alle noch unter zehn Jahre alt und hätten doch manchmal eine Absage von der vielbeschäftigten Oma hinnehmen müssen. Aber „nach vielleicht sechs Monaten“ könne sie sich gut vorstellen, sich einfach als schlichte Helferin wieder ins Team einzureihen. Es würden schließlich Leute gebraucht und sie habe keinerlei Probleme damit, dann ohne Verantwortung zu agieren. „Aber erst einmal sollte Melanie Manske ihren Führungsstil entfalten können.“ Die Arbeit beim Blutspenden habe ihr immer viel Freude gemacht, sagt Andrea Kraemer, die schon lange Jahre als Ehrenamtlerin im Sanitätsdienst beim DRK gearbeitet hatte, bevor sie beim Blutspenden gelandet war. Irgendwann ist dann aus dieser Position ein Mini-Job geworden, aus dem Hobby der Diplom-Chemikerin ein Beruf. Klar habe sich viel verändert, seit sie die Leitung übernommen hat. „Allein das Equipment“, erinnert sie sich. „Damals waren nichts technisiert, auch nicht die Federwaagen für die Blutkonserven.“ Auch die Taktung war eine andere. „Zunächst einmal im Vierteljahr, haben wir später auf einmal im Monat umgestellt“, berichtet sie. Jeweils zusätzlich gab und gibt es ein Blutspende-Angebot in einem wechselnden Stadtteil. „Dafür sind wir vom Clemenssaal in den Kleinen Konzertsaal des Theaters umgezogen.“ Mit Beginn der Pandemie ging es dann wieder zurück in den Clemenssaal, weil der Raum im Theater anders verwendet wurde.

Ebenfalls eine Folge der Pandemie sei die Umstellung auf ein terminiertes Anmeldeverfahren. „Das behalten wir bei, damit es nicht so endlos lange Schlangen von Wartenden gibt“, sagt sie. Dagegen hofft sie, dass es irgendwann wieder belegte Brötchen geben darf. „Das war schon schöner als die unpersönlichen Lunchpakete, die derzeit nur mitgenommen werden.

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