Diskussion

Der Weyersberg birgt Brisanz

Der Standort Weyersberg sorgt bei „Fridays for Future Solingen“ für Kritik. Foto: Christian Beier
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Der Sportausschuss diskutierte über den Weyersberg.

Beim Sportausschuss ging es um die Klingenhalle, Probebohrungen zur Arena-Planung und das Schulschwimmen im Vogelsang.

Von Jürgen König

Solingen. Der Weyersberg stand zu Beginn und am Ende der öffentlichen Sitzung des Sportausschusses im Blickpunkt. So ging es eingangs um den Legionellenbefall in der Klingenhalle. Ein Aushang hatte vor zwei Wochen beim Bundesliga-Heimspiel der BHC-Handballer für Unsicherheit gesorgt, ob unter anderem die Gäste aus Göppingen die Duschen benutzen durften. Was sie dann taten. „Es war aufgrund der Vorgaben erforderlich, darauf aufmerksam zu machen, auch wenn der Grenzwert deutlich unterschritten war“, sagte Sportdezernentin Dagmar Becker (Grüne) mit Blick auf den Schutz vulnerabler Gruppen.

Unzufrieden war sie wie die Politik mit der fehlenden Kommunikation seitens der Bädergesellschaft, wofür deren Geschäftsführerin Kirsten Olsen-Buchkremer ihr Bedauern ausgedrückt habe. BHC-Geschäftsführer Jörg Föste hatte nach dem Zwischenfall als weiterer Enttäuschung in der Zusammenarbeit mit der Stadt sogar die Abkehr von der Klingenhalle als Spielort in die Öffentlichkeit getragen. „Es ist eine schwierige Situation, aber wir sollten den Ball flach halten“, mahnte Ausschussvorsitzender Ernst Lauterjung (SPD) zu Besonnenheit.

Droht nun der Klingenhalle das Aus?

Für die gute Nachricht rund um den Sportpark an der Kotter Straße sorgte Horst Schulten. „Der Kunstrasenplatz von Ditib-Vatanspor ist wieder benutzbar“, sprach der Leiter des Stadtdienstes Sport und Freizeit allerdings von einem mühsamen Vorgang. Im Rahmen von Probebohrungen zur Arena-Planung hatte es den Verdacht auf Kampfmittel gegeben. Seit August war der Platz an der Klingenhalle – eine Gefährdungssituation hatte sich nicht bestätigt – nur teilweise benutzbar gewesen, für Spiele nicht. Die Nacharbeit hatte sich aufgrund der Termine beteiligter Firmen hinausgezögert, der betroffene Fußball-Landesligist trug seine Heimspiele derweil auf dem anderen Weyersberg-Platz aus. Für die Kosten muss die Stadt aufkommen, sie wurden mit 55.000 Euro beziffert.

In der nächsten Sitzung will sich der Ausschuss, der diesmal die Eissporthalle erkundet hatte, ein Bild vom Vogelsang-Bad machen. Die FDP ringt dort weiterhin um Einheiten fürs Schulschwimmen. Dieses Thema bleibt folglich ebenso erhalten wie die Zukunft des Heidebades. Mit Blick auf Natur und Umwelt sowie Finanzen müssen erst die Rahmenbedingungen abgesteckt werden.

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