Einweihung

„Cooler Schulhof“: Pausenhof ist fit für den Klimawandel

Der „Coole Schulhof“ am Humboldtgymnasium wurde gestern offiziell eingeweiht.
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Der „Coole Schulhof“ am Humboldtgymnasium wurde gestern offiziell eingeweiht.

Das Humboldtgymnasium ist landesweit eine von zehn Schulen, die gefördert wurden.

Von Andreas Römer

Solingen. Am Donnerstag wurde der neue „Coole Schulhof“ am Humboldtgymnasium offiziell eingeweiht. Im Rahmen eines Sonderprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe haben die Schüler mit Unterstützung der Stadt Solingen die Gelegenheit genutzt, ihr Schulgelände klimagerecht umzugestalten und artenreiche Lebensräume zu schaffen. Entlang des Schulhofs wurden Flächen neu bepflanzt, Gemüsebeete entstanden, außerdem wurde eine ehemalige Brachfläche als Streuobstwiese und „Grünes Klassenzimmer“ entwickelt. Das Humboldtgymnasium war eine von zehn Schulen in NRW, die in diesem Programm gefördert wurden.

„Das war ein Glücksfall“, wie Schulleiter Alexander Lübeck bei der Einweihungsfeier erzählt. Man habe sich in Coronazeiten vor zwei Jahren Gedanken über eine Umgestaltung gemacht und als das Förderprogramm aufgelegt wurde, konnte man direkt mit den Ideen den Antrag stellen. Lübeck dankte den Schülern und Eltern für ihren Einsatz, er bedankte sich bei der Stadt für die Unterstützung und lobte das beteiligte Planungsbüro für die Flexibilität, mit der die immer neuen Ideen ins Gesamtkonzept eingebaut wurden.

Größtes Investitionspaket seit dem Zweiten Weltkrieg

Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) lobte das Projekt und betonte: „Davon wollen wir viel mehr, weil es auch in unsere Nachhaltigkeitsstrategie passt“. Solingen habe gerade für die Schulen das größte Investitionspaket seit dem Zweiten Weltkrieg aufgelegt, doch er verwies auch darauf, dass ohne mehr Unterstützung von Bund und Land sei das nicht zu stemmen. „Die Kommunen müssen für solche Projekt wie hier besser ausgestattet werden. Ohne uns werden wir nämlich Klimaschutz nicht hinkriegen“, sagte Kurzbach.

Marlies Dieckmann vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes und Matthias Walter, Mitglied der Bundesgeschäftsführung Deutsche Umwelthilfe, betonten in ihren Grußworten, wie wichtig derartige Projekte für den Klimaschutz seien. Zudem sei es wichtig, Natur selbst zu erleben, wie Walter sagte. Er zitierte passenderweise Alexander von Humboldt, der schon vor 200 Jahren sagte: „Natur muss gefühlt werden“.

Das können die Schüler am Humboldtgymnasium jetzt jeden Tag. „Ich bin stolz darauf, dass noch alle Schüler dabei sind, mit denen wir vor zwei Jahren das Projekt begonnen haben“, sagte Schulleiter Lübeck. Deshalb macht er sich auch keine Gedanken, dass das nicht auch in Zukunft weitergepflegt werden wird. Am Nachmittag stellten die anderen geförderten Schulen ihre Projekte vor.

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