„Der Liebestrank“ ist ein heiteres Vergnügen

Das Herz von Landwirt Nemorino (Anton Kuzenok) gehört ganz allein der spritzigen Adina (Penny Sofronniadou, 2. v. l.). Foto: Klaus Lefebvre
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Das Herz von Landwirt Nemorino (Anton Kuzenok) gehört ganz allein der spritzigen Adina (Penny Sofronniadou, 2. v. l.).

Theater Hagen präsentierte bekannte Oper von Gaetano Donizetti

Von Klaus Günther

Neben „Don Pasquale“ ist „Der Liebestrank“ die beliebteste heitere Oper von Gaetano Donizetti. Die Premiere des Werks durch das Ensemble des Theaters Hagen am Mittwoch im Pina-Bausch-Saal entwickelte sich zu einem reinen Vergnügen. Die Hagener ließen das Stück als Probe in einer Musikschule ablaufen, wobei Andreas Vogelsberger als eifriger Professor Regie führte und die Personen der Handlung lebhaft ins Spiel brachte.

Da war zunächst der ein wenig tumbe Landwirt Nemorino. Sein ganzes Herz gehört der spritzigen Adina. Anton Kuzenok zeigte das gleich mit sympathischem Tenor in einer hübschen Kavatine. Als Kratzbürste zeigte sich Penny Sofronniadou als die von Nemorino begehrt Adina. Mit viel Temperament und strahlendem Sopran wurde sie zur Favoritin der Besucher. Nemorino konnte bei ihr nicht landen, schon eher gefiel ihr der zackige Offizier Belcore, der sie mit Blumen umwarb. Kenneth Mattice verkörperte den strammen Soldaten.

Den gespannt lauschenden Dörflern – es waren leider nur acht vorhanden – berichtet Adina vom Liebestrank, mit dem der Ritter Tristan die stolze Isolde gewann. Das wäre doch was für Adina.

Mit Trompetenklängen, großer Angabe und allerlei Wundermitteln im Koffer trat ein Quacksalber auf. Insu Hwang gab den Dulcamara mit klangreichem Bariton. Nemorino ist plötzlich total fasziniert: Mit einem Liebestrank könnte man doch die Spröde gewinnen. Und tatsächlich, der Händler verkauft ihm einen – allerdings ist es nur eine Flasche Burgunder.

Rodrigo Tomillo leitete das kleine aber brillante Philharmonische Orchester Hagen. Natürlich gab es noch eine Fülle kurioser Ereignisse und prächtiger Gesangseinlagen. Nemorino lässt sich als Soldat anwerben, um noch mehr Liebestrank zu bekommen. Adina singt ein hübsches Duett mit dem Quacksalber. Anton Kuzrnok glänzte mit der berühmten Arie „Una furtiva lagrima“. Immer wieder Lachsalven und viel üppigen Beifall gab es von den – leider nicht sehr zahlreichen – Besuchern. Es hat wohl niemand diesen „Liebestrank“ enttäuscht verlassen.

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