Mein Leben als Papa

Der Abschied naht: Hannes ist bereit für den nächsten Schritt

Hannes steht vor einer neuen Herausforderung.
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Hannes steht vor einer neuen Herausforderung.

ST-Redakteur Gunnar Freudenberg erzählt vom Leben mit seinen Söhnen Hannes (6) und Michel (3).

Vor jeder neuen Bundesliga-Saison gibt es im Sommer eine große Zeit der Unruhe. Wenn das Transferfenster geöffnet ist, verändert sich die Besetzung einer Fußballmannschaft manchmal schneller, als man gucken kann. Vor einem neuen Kindergarten-Jahr ist die Situation eine ähnliche. Ältere Kinder verlassen den Kindergarten gen Schule, jüngere Kinder kommen hinzu.

„Davor hab ich echt Respekt“, sagt Arne Könekamp, der so einen Umbruch als Erzieher bislang noch nicht mitgemacht hat.

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Hannes’ Kindergartenzeit endet in zwei Wochen. Mit ihm verliert „Trainer Könekamp“ einen echten Führungsspieler, um im Fußballbild zu bleiben. „Auf Hannes und seine Kumpels konnte ich mich immer verlassen. Sie haben anderen Kindern geholfen, aufgeräumt und waren immer hilfsbereit.“ Jetzt ist der Erzieher gespannt, wie sich die neuen Kinder einleben werden – ohne die alten Hasen an ihrer Seite. Dass für Hannes die Zeit gekommen ist, endlich in die Schule zu gehen, daran lässt Arne Könekamp keinen Zweifel. „Hier gibt es keine Herausforderungen mehr für ihn. Er löst Aufgaben manchmal schneller, als ich ihm neue geben kann.“

Bei Hannes selbst halten sich Vorfreude und Abschiedsschmerz die Waage. „Ich bin schon traurig, wenn ich an den letzten Tag im Kindergarten denke“, sagt er, hat aber auch schon festgestellt, dass er zu groß geworden ist. „Ich stoße mit meinem Kopf immer gegen den Kleiderhaken.“ Als Fußballer würde er wohl sagen: „Ich bin jetzt bereit für den nächsten Schritt in meiner Karriere.“

Das ist auch Michel. Sein erstes Jahr im Kindergarten ist bald rum. „Ich bin bald ein Mittelkind“, weiß er. Seine anfängliche Schüchternheit hat er abgelegt. Zwar spricht er mit den „Erwachsenen“, wie er sie nennt, immer noch nur das Nötigste, beim Spielen blüht er aber auf. „Vor allem beim Fußball“, sagt Arne Könekamp. „Ich hab mich richtig gefreut, als er mich mal so richtig gefoult und sich dabei kaputtgelacht hat.“ Dass er bald ohne seinen großen Bruder auskommen muss, tue ihm sicher gut. „Daran wird er wachsen.“ Und vielleicht zählt auch Michel dann bald zu den Führungsspielern. -gf-

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