Comedy

David Kebekus: „Bin wie Frauenfußball“

David Kebekus spielte sein Programm „Überragend“ vor rund 180 Besuchern in der Cobra. Foto: Marvin Ruppert
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David Kebekus spielte sein Programm „Überragend“ vor rund 180 Besuchern in der Cobra.

Comedian unterhielt in der Cobra

Von Jutta Scheiber-Lenz

Solingen. Er sei der „Bruder seiner Schwester“ kokettierte David Kebekus und spielte im Laufe des Abends immer wieder mit dem größeren Bekanntheits- Grad seiner Schwester Carolin. Sein eigener Promi-Status sei „So na ja“ „oder „Okay“. Aber er reiche, um im Bistro den Kaffee „aufs Haus“ zu bekommen. Eigentlich sei das viel besser, als so bekannt zu sein, dass man mit „verhülltem Gesicht und verkleidet dem Andrang der Fans trotzen muss.“ Außerdem: „Ich bin – bildlich gesprochen – Frauenfußball. Der Pöbel entscheidet sich trotz aller Qualität dagegen.“

Vor rund 180 Zuhörern präsentierte Kebekus am Freitagabend sein neues Programm „Überragend“ in der Cobra. Vornehmlich die U-50-Generation hatte sich eingefunden, um sich nach zweimaliger Absage und Terminverschiebung durch die Lockdowns köstlich zu amüsieren. Das gelang gut; schließlich wissen seine Fans, dass David Kebekus nicht der Typ Comedian ist, der seine Gags daraus zieht, sich über die Welt und ihre Menschen aufzuregen. Lässig, eine Hand in der Hosentasche und ab und zu mal einen Schluck aus der kurz vor dem Auftritt mit Leitungswasser gefüllten Flasche nehmend – „mit Kohlensäure auf der Bühne geht gar nicht“ –, sinnierte Kebekus über sich und seine vermeintliche Ambitionslosigkeit.

Natürlich sei er das selbst, wenn er auf Bemerkungen bei Instagram und Co. reagiere. „Was denkt ihr denn, dass ich alle Corona-Soforthilfen abgegriffen habe, aber Geld in einen Ghostwriter stecke, der für mich Emoji-Herzchen postet?“ Gut gelaunt reagierte der Mittdreißiger immer wieder aufs Publikum, kommentierte umgefallene Glasflaschen oder ließ kleine Spontan-Dialoge zu.

Bis David Kebekus auf die Bühne kam, mussten seine Fans ein bisschen warten. Newcomer Marvin Hoffmann machte gewissermaßen die „Vorband“ des beliebten Comedians. Kein leichter Job, den der Gewinner des Nightwash-Tele-Awards aber souverän und sauber ablieferte, indem er dem Auditorium mit seinen trockenen Gags die ersten Schmunzler und sogar Lacher entlockte.

„2G ist tausendmal besser, als die Kultur wieder in den Lockdown zu schicken.“

Sabrina Breme, Zuschauerin

Das Publikum hatte Spaß, lehnte sich zurück, genoss die leichte Unterhaltung und die Getränke in der Pause. „Ist doch okay, dass jetzt akribisch die 2G- Regel überprüft wird“, sagte Sabrina Bremer, die mit ihrem Partner aus Wuppertal in die Cobra gekommen war. „Tausendmal besser, als die Kultur wieder in den Lockdown zu schicken.“

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