„fYOUture“

Das Ziel: Alle Jugendlichen in der Stadt sollen erreicht werden

Im vergangenen Jahr machten zwei Teilnehmerinnen vor Ort Aufwärmposen vor, um Hemmschwellen zu senken. In diesem Jahr wurden die Bewegungen online gezeigt. Archivfoto: Christian Beier
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Im vergangenen Jahr machten zwei Teilnehmerinnen vor Ort Aufwärmposen vor, um Hemmschwellen zu senken. In diesem Jahr wurden die Bewegungen online gezeigt. (Archivfoto)

Das Modellprojekt „fYOUture“ ging in die fünfte Runde.

Von Anna Lauterjung

Solingen. In die fünfte Runde ging am Dienstagabend der Trialog des Modellprojektes „fYOUture – Wenn Demokratie leben lernt“ der Jugendförderung der Stadt Solingen. Diesmal aufgrund der Kontaktbeschränkungen das erste Mal digital über die Plattform Zoom. Trotz Bedenken im Vorfeld, dass das weniger Zulauf als sonst bedeuten würde, nahmen 57 Interessierte aus Verwaltung, Politik und Jugend daran teil. Darunter viele neue Gesichter, unter anderem der neugewählte Jugendstadtrat.

„fYOUture“ sei in Solingen mittlerweile ein Synonym für die Stärkung und Verankerung der Jugendbeteiligung in den kommunalen Prozessen geworden, sagt Dagmar Becker, Beigeordnete für Jugend, Schule, Integration, Kultur und Sport. Und die Klingenstadt ist Vorreiter in diesem Bereich. „Das Projekt gibt es nur einmal in Nordrhein-Westfalen“, sagt der Leiter der Jugendförderung, Jürgen Bürger, „es soll ein Vorbild für andere Kommunen werden.“

Der Workshop ist das Herzstück des Projektes und bietet Jugendlichen und Vertretern der kommunalen Politik sowie Verwaltung die Möglichkeit, niederschwellig und auf Augenhöhe miteinander in Kontakt zu treten. Ziel dabei sei es, den strategischen Handlungsleitfaden und Maßnahmen für die Jugendbeteiligung gemeinsam mit allen Vertretern zu entwickeln, erklärt Projektleiterin Isolde Aigner.

Solingen: Rederecht im Jugendstadtrat wird angestrebt

Davon wurden 60 bereits umgesetzt und haben 1400 junge Solinger erreicht. Neben einem Serienabend mit politischer Diskussion, Picknicks im Park, einem queeren Couchtalk von queeren Jugendlichen für queere Jugendliche oder der neuen Website der Jugendförderung ist auch ein Film über die Jugendlichen am Graf-Wilhelm-Platz gedreht worden, der die Protagonisten porträtiert. Patricia Stute, Sachgebietsleiterin vom Stadtdienst Soziales, betont: „Wir wollen mit dem Projekt alle Jugendliche erreichen, nicht nur die, die sich bereits politisch am Stadtgeschehen beteiligen.“

Das ist auch für Karsten Römling aus dem Jugendstadtrat wichtig. „Wir müssen die Bubble der politisch Interessierten zerstören und öffnen“, sagt er. Gerade für den Jugendstadtrat sei der Trialog ein wichtiges Portal. „Hier fühlen wir uns gehört und verstanden. Es gibt keine Berührungsängste“, berichtet Mitglied Laura Cottone. Zurzeit würde zusammen überlegt, wie ein Rederecht für den Jugendstadtrat in verschiedenen Ausschüssen umzusetzen sei. www.jugend-solingen.de

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