Konzert

Das Publikum bejubelt Rossinis Messe

Die Aufführung der „kleinen“ Rossini-Messe war alles andere als klein.
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Die Aufführung der „kleinen“ Rossini-Messe war alles andere als klein.

In St. Joseph blieb bei der „Petite Messe solennelle“ kaum ein Platz frei.

Von Wolfgang Günther

Solingen. Beim Namen Gioacchino Rossini denken die meisten Musikfreunde sicher gleich an die humorvollen Opern des italienischen Komponisten, wie zum Beispiel der „Barbier von Sevilla“. In seiner letzten Oper „Guillaume Tell“, uraufgeführt 1829, erzählt er aber mit dramatischer Musik das Leben des Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell. Danach setzt er sich zur Ruhe, und bald entsteht die Legende von Rossini, dem Gourmet.

Er komponiert weiter kleine Werke und nimmt 1863 im Alter von 71 Jahren den Auftrag zur Komposition einer Messe an. Für Wolfgang Kläsener, verantwortlicher Kirchenmusiker im katholischen Pfarrbereich Solingen-West, war die Aufführung der „Petite Messe solennelle“, eine Herzensangelegenheit. „Wir haben mit den Chören und den Solisten lange daran gearbeitet, und jetzt endlich können wir das Ergebnis unserer Bemühungen präsentieren“, sagte Kläsener am Sonntag vor der Aufführung in der Pfarrkirche St. Joseph. Kaum noch ein Platz war frei geblieben.

Um es gleich vorwegzunehmen, die Aufführung der „kleinen“ Rossini-Messe war alles andere als klein, vielmehr indes ein musikalisches Ereignis. Kläsener hat viele Kontakte in der Welt der Musik, der Kammerchor Solingen-West wurde verstärkt durch das Kettwiger Bach-Ensemble.

Dazu kam ein junges und ausgezeichnetes Solistenquartett mit der Sopranistin Iva Seidl, Ulrike Bauer, Mezzosopran, dem Tenor Philipp Hoferichter und Gregor Finke, Bariton. Die Messe wurde damals in einer Pariser Hauskapelle uraufgeführt, anstatt der Orgel übernahmen Klavier und Harmonium den instrumentalen Part. In Ohligs spielte Oliver Drechsel am Flügel, das Harmonium wurde von Christoph Lahme gespielt und die Gesamtleitung hatte Wolfgang Kläsener.

Obwohl die Messe sich strikt an die Liturgie hält und etwa 90 Minuten dauert, ist die Musik doch typisch Rossini. Das erste Tenor-Solo „Domine Deus“ würde wunderbar in eine dieser witzigen Opern der Gattung Belcanto passen.

Die Messe klingt schlicht mit dem „Agnus Dei“, gesungen vom Chor und Solisten, aus. Wolfgang Kläsener brauchte einig Sekunden, bis er mit seinem Ensemble den kaum endenden Beifall der 165 begeisterten und dankbaren Zuhörer in der Kirche entgegen nehmen konnte.

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