Konzert

Das Publikum bejubelt Peter Orloff und die Kosaken

Das ST präsentierte das Konzert von Peter Orloff und den Schwarzmeerkosaken.
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Das ST präsentierte das Konzert von Peter Orloff und den Schwarzmeerkosaken.

Sakrales, Klassisches und russische Weisen in der Stadtkirche.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Der donnernde Applaus am Schluss sprach Bände: Begeistert feierte das Publikum in der prall gefüllten Stadtkirche am Donnerstag Peter Orloff und seine Schwarzmeerkosaken. Nach der Corona-Zwangspause ist das Ensemble wieder auf Tournee und gastierte selbstverständlich auch in Solingen, wo Orloff in jungen Jahren ein paar Jahre lebte. „In Ohligs“, wie er in seiner Begrüßung verriet.

Neben Sakralem, wie das intonierte „Vater unser“ oder der vertonte 1. Psalm Davids hatten die Männer in der schwarzen Kosakenkluft auch Klassiker dabei wie das süße „Nessun Dorma“ aus der Oper „Turandot“ oder „Ich bete an die Macht der Liebe“ vom „russischen Mozart“, Dimitrij Bortnjanskij.

Neben Orloff selbst, dem man seine inzwischen 78 Lebensjahre allenfalls an seiner inzwischen weißgewordenen Haarmähne ansah, beeindruckten alle Chorsänger auch als virtuose Solisten: Der nach einigen Jahren Kosaken-Pause wieder zum Ensemble gestoßene Oleg Kulyeshov etwa machte mit einem klar und stimmstark intonierten Auszug aus der Oper „Fürst Igor“ von Borodin den Anfang und gab damit ein sehr hohes Niveau vor, dass tatsächlich nicht unterschritten wurde.

So beeindruckte auch Bass Stefan Arininsky, der vor seiner Kosaken-Laufbahn Partien wie den Sarastro aus der „Zauberflöte“ oder im Wagnerschen Bayreuth den Lanzelot gesungen hat, und am Dienstagabend mit seiner voluminösen Stimme für Gänsehaut bei den Zuhörern sorgte.

Sei es a cappella gesungen, „stramm gestanden“, mit den Händen am Gürtel oder hinter dem Rücken verschränkt oder vom Instrumental-Trio begleitet: Der Beifall war den Künstlern sicher. Ilya Kurtev, Virtuose am russischen Akkordeon, Slava Kripakov mit seiner Kontrabass-Balalaika und Irina Kripakova als einzige Frau im Ensemble mit der Domra, einer russischen Schalenhalslaute, sorgten ansonsten immer wieder für die passende Begleitung.

„Wir sind auf unsere Weise als Friedensbotschafter unterwegs“ sagte Orloff, und verwies auf den Ensemble-Mix aus Russen, Ukrainern, Bulgaren oder Tschechen. „So, wie wir uns alle hervorragend verstehen, so wird es hoffentlich bald wieder überall sein.“

Im zweiten Teil des Konzertes öffneten die Kosaken das Tor zur russischen Seele. Stücke wie „Auf der Straße nach St. Petersburg“ oder die „Ballade vom Hauptmann Stena Rasin“ kamen beim Publikum gut an und ernteten jeweils viel Applaus.

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