Mein Leben mit Hund

Das müssen Hundebesitzer beachten

Innerhalb von zwei Wochen müssen Hundehalter ihr Tier bei der Stadt Solingen anmelden. 151,20 Euro Hundesteuer werden pro Jahr fällig.Foto: Christian Beier
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Innerhalb von zwei Wochen müssen Hundehalter ihr Tier bei der Stadt Solingen anmelden. 151,20 Euro Hundesteuer werden pro Jahr fällig.

In Solingen sind aktuell rund 10 600 Vierbeiner gemeldet

Von Anja Kriskofski

Solingen. Aktuell sind rund 10 600 Hunde in Solingen gemeldet. Zum Vergleich: 1994 waren es noch rund 6000. Ihre Zahl steige seit Jahren, in der Corona-Krise besonders stark, teilt die Stadtverwaltung mit. Allein seit Januar 2021 sind 400 Vierbeiner dazu gekommen. In den Jahren davor gab es üblicherweise einen Zuwachs von 200 Tieren pro Jahr. Wer einen Hund hat, muss ihn innerhalb von zwei Wochen bei der Stadt anmelden. Denn für die Haltung wird Hundesteuer fällig. Handelt es sich um ein großes Tier oder um eine bestimmte Rasse handelt, müssen Auflagen erfüllt werden.

Anmeldung für die Hundesteuer

In Solingen ist die Hundesteuer im Landesvergleich hoch: 151,20 Euro pro Jahr zahlen Halter hier für einen Hund (für zwei Hunde 174 Euro je Hund, für drei 192 Euro). Damit liegt die Klingenstadt in der Spitzengruppe. Nach einer Erhebung des Steuerzahlerbunds NRW ist der Satz in Hagen am höchsten (180 Euro), während Hundefreunde in Lienen bei Münster nur 24 Euro jährlich berappen müssen. Für einen gefährlichen Hund sind in Solingen sogar 1200 Euro fällig. In diese Kategorie fallen 14 Rassen und ihre Kreuzungen – vom American Staffordshire Terrier bis zum Rottweiler.

„Mit der Hundesteuer versuchen wir, den Hundebestand zu regulieren“, erklärt Stadtsprecherin Sabine Rische. Sie weist darauf hin, dass Besitzer eines gelisteten Hundes durch eine Verhaltensprüfung des Tieres erreichen können, dass die Hundesteuer auf den normalen Satz gesenkt wird. Ein Vordruck für die Steueranmeldung ist auf der Internetseite solingen.de verfügbar. Rund 1,6 Millionen Euro nehme die Stadt Solingen jährlich über die Hundesteuer ein, so Rische. Die Steuer sei nicht zweckgebunden, etwa für die Beseitigung von Hundekot auf Gehwegen. „Die Einnahmen fließen in den städtischen Haushalt und kommen der ganzen Stadt zugute.“

Anmeldung beim Veterinäramt

Große, gefährliche Hunde sowie Hunde bestimmter Rassen müssen neben der Anmeldung für die Hundesteuer auch beim Bergischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt registriert werden. Als große Hunde gelten alle Vierbeiner, die ausgewachsen mindestens 40 Zentimenter Schulterhöhe und 20 Kilogramm Gewicht erreichen – auch unsere Mittelschnauzer-Hündin Mascha, die später einmal rund 50 Zentimeter groß wird. Für die Anmeldung sind die Microchip-Kennzeichnung des Hundes, eine der Haftpflichtversicherung und ein Sachkundenachweis vorzuweisen.

Bei gefährlichen Hunden und bestimmten Rassen müssen Halter weitere Nachweise vorlegen, unter anderem ein Führungszeugnis. Zudem muss vor der Aufnahme des Tieres die Zustimmung des Veterinäramtes eingeholt werden.

Sachkundebescheinigung

Die Sachkundeprüfung zum Halten eines großen Hundes wird bei einem autorisierten Tierarzt abgelegt. Die Liste – in Solingen sind es 13 Veterinäre – ist auf der Homepage der Tierärztekammer NRW zu finden. Zur Vorbereitung sind auch die Fragebögen und Lösungsschablonen dort eingestellt. Bei der Prüfung müssen auf Multiple-Choice-Fragen die entsprechenden Antworten angekreuzt werden.

Regeln für Hundehalter

Innerhalb von zwei Wochen müsse ein Hund bei der Stadt Solingen angemeldet werden, teilt Sabine Rische mit. „Wer unterwegs mit einem nicht gemeldeten Hund angetroffen wird, muss mit einem Bußgeld ab 150 Euro aufwärts rechnen. Außerdem muss das Tier nachversteuert werden – ab dem Zeitpunkt, seitdem es im Haushalt lebt.“ Der Stadtdienst Steuern habe regelmäßig Ermittlerinnen im Einsatz, die kontrollieren, ob Hunde eine gültige Hundemarke tragen. Bußgelder sind auch fällig, wenn Kot auf öffentlichen Flächen nicht entfernt wird: zwischen 35 und 100 Euro drohen.

Hundekotbeutel

Hundehalter können kostenfrei Hundekotbeutel abholen, zum Beispiel in den Bürgerbüros, bei den Technischen Betrieben Dültgenstaler Straße, an den Kassen des Entsorgungszentrums Bärenloch und des Müllheizkraftwerkes, teilt die Stadt mit. Abgegeben werde jeweils eine Rolle der Beutel, die auf Grundlage von Maisstärke hergestellt, 100 Prozent plastikfrei und biologisch abbaubar seien.

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