Kunstmuseum

Das Licht wird in einzelnen Wellen zerlegt – der Effekt ist großartig

Sandra Schliepkoeter schafft mit Spiegelfolien, Scheinwerfern und Motoren, das Licht in dessen Wellen zu zerlegen und scheinbar auch zu bewegen. Diese neue, faszinierende Schaffensperiode der gebürtigen Solingerin stellt das Kunstmuseum noch bis zum 25. April aus. Foto: Christian Beier
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Sandra Schliepkoeter schafft mit Spiegelfolien, Scheinwerfern und Motoren, das Licht in dessen Wellen zu zerlegen und scheinbar auch zu bewegen. Diese neue, faszinierende Schaffensperiode der gebürtigen Solingerin stellt das Kunstmuseum noch bis zum 25. April aus.

Die Solinger Künstlerin Sandra Schliepkoeter nutzt die Physik der Interferenz.

Solingen. Für die Solinger Künstlerin Sandra Schliepkoeter steht am Anfang ihrer aktuellen Schaffensperiode das Licht. Aber nicht, wie es durchs Fenster ins Atelier fällt, nicht, wie es geometrisch im Bild festzuhalten ist. Sie zerlegt das Licht in dessen Wellen und spielt mit den Interferenzen. Kurz: Sie arbeitet mit Regenbogen-Effekten.

Und das ist großartig. Wie ein Mobile hängen mit Spiegelfolie beklebte und ausgeschnittene Blätter an einem Motor. Scheinwerfer strahlen das an, die Lichtwellen brechen auf der Folie und werden bunt auf die Wand geworfen.

„In der Schule habe ich Physik gehasst, die des Lichts fasziniert mich jetzt.“

Sandra Schliepkoeter, Künstlerin

Noch eindrucksvoller ist das in einer Installation im hohen Raum des Kunstmuseums im Untergeschoss zu beobachten. Dort werden weiße, schablonenartig ausgeschnittene Flächen indirekt über Scheinwerfen und Spiegelfolien angestrahlt. Wiederum wird das Licht in die einzelnen Bestandteile getrennt und ergibt den Effekt. Der wandert scheinbar, denn die Flächen sind mittels eines Motors in Bewegung.

„In der Schule habe ich Physik gehasst, die des Lichts fasziniert mich jetzt“, sagt Schliepkoeter. „Ihr“ Licht und dessen Interferenzen hält sie in der Ausstellung, die den Titel „Line“ trägt, noch ganz unterschiedlich fest. Die wellenförmigen Linien bannt sie auf in großformatige Ölbilder. Die Spiegelfolien legt sie wie einen Wellensalat klein geschnitten auf bunte, die Interferenzen darstellende Flächen – so entstehen fast schon Skulpturen im Bilderrahmen. Und doch lernen die Betrachtenden schnell: Ein Bild ist es nicht. Denn je nach Blickwinkel ändert sich alles. Das macht einfach – auch wegen der Klasse der Idee – großen Spaß.

Terminvereinbarung für einen Besuch im Museum unter Tel. 25 81 40.

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