Nachwuchskonzert

Das Amida Trio kommt aus Berlin in die Klingenstadt

Das Amida Trio sind (v. l.) Antonia Mütze,Kei Kashiwabara und Clara Schmidek.
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Das Amida Trio sind (v. l.) Antonia Mütze,Kei Kashiwabara und Clara Schmidek.

Gebürtige Solingerin gibt mit Freundinnen auf Einladung der Trenkner-Gesellschaft ein Nachwuchskonzert.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Für Antonia Mütze wird der 17. Januar eine Art Heimspiel. Als Teil des Amida Trios konzertiert sie auf Einladung von Harald Rummler bei der Trenkner-Gesellschaft im Theater und Konzerthaus. Zwar ist die heute 18-jährige gebürtige Solingerin mit vier Jahren nach Berlin gezogen und besucht aktuell dort das Musik-Gymnasium Carl-Friedrich-Emmanuel-Bach. Aber die Familie ihres Vaters lebt nach wie vor in Solingen und so hat sie immer viel Zeit in der Klingenstadt verbracht, sei es zu Feiern oder in den Ferien. „Das ist durchaus ein Stück Heimat“, sagt das junge Musiktalent, das im nächsten Sommer Abitur machen möchte, aber bereits ab April die Musikhochschule in Detmold besuchten wird. So ein Modell sei in Musikerkreisen keineswegs ungewöhnlich, sagt die junge Frau.

Sie freut sich aus mehreren Gründen auf den 17. Januar. Zum einen mache es ihr immer wieder viel Freude, gemeinsam mit ihren Trio-Partnerinnen zu musizieren und aufzutreten. Kei Kashiwabara (Violine), und Clara Schmidek (Violoncello) lernte sie vor vielen Jahren in der Schule kennen. Sie selbst spielt Bratsche.

Musikalische Leidenschaft und Freundschaft sind die verbindende Grundlage für das Amida Trio, das seit 2019 bundesweit auftritt. Und das ernsthafte und ehrgeizige Arbeiten der jungen Musikerinnen wurde bald mit den ersten Preisen belohnt.

2020 gewannen sie zum Beispiel beim Wespe-Wettbewerb, 2021 zum zweiten Mal in Folge den zweiten Preis beim Dussmann-Wettbewerb in Berlin sowie den Ensemble- und Sonderpreis für neue Musik beim Beethoven Bonnensis-Wettbewerb in Bonn. Im Sommer 2021 waren sie Teilnehmer im Deutschen Kammermusikkurs in Trossingen, wo sie von Benjamin Rivinius (Deutsche Radio Philhamonie) und Johannes Peitz (Hochschule für Musik und Theater in Hannover) unterrichtet und betreut wurden. 2022 konzertierten sie mit dem Star-Oboisten Albrecht Mayer (Solist der Berliner Philharmoniker) beim Würzburger Mozartfest.

„Nicht nur die Musik macht Spaß, sondern auch, mit den besten Freundinnen auf Tour zu gehen“, sagt Antonia Mütze: Grund Nummer zwei für ihre Vorfreude auf Solingen. Dass sie das Ganze mit einem Familienbesuch verbinden kann, ist Grund Nummer drei und Grund Nummer vier die Trenkner-Gesellschaft, von der ihr die Oma schon viel und oft erzählt hatte. Sie war es auch, die den Kontakt zu Harald Rummler angebahnt hatte. „Natürlich erfüllen wir als Streich-Trio gerne den Wunsch, Werner Trenkners Streichtrio f-Moll op. 15 in unser Programm aufzunehmen, sagt Antonia Mütze. Weiterhin können sich Musik-Freunde auf Beethovens Streichtrio G-Dur op. 9 Nr. 1, Jean Francaixs Streichtrio C-Dur und die Serenade für Streichtrio C-Dur von Ernst von Dohnanyi freuen.

Als Tochter einer Opernsängerin und eines leidenschaftlichen Hobby-Geigers habe sie immer klassische Musik um sich gehabt. „Das war meine Welt und anders kann ich es mir nicht vorstellen“, sagt sie. Ihr Berufswunsch ist es, Teil eines größeren Ensembles zu werden. „Zum Beispiel beim Rundfunk wegen der weniger familienfeindlichen Arbeitszeiten“, sagt sie ehrlich. „Immer nur abends oder am Wochenende Dienst haben, ist nicht so mein Ding.“ Einsätze als Trio oder – wie auch aktuell – spontan als Ersatz in anderen Ensembles – würden dagegen immer irgendwie passen.

Termin: Dienstag, 17. Januar, 19.30 Uhr, Theater und Konzerthaus. Tickets gibt es für 15 Euro/erm. 7 Euro (plus Gebühr) beim Solinger Tageblatt und online:

termine.solinger-tageblatt.de

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