Neueröffnung

Das alte Tropenhaus strahlt in neuem Glanz (mit vielen Fotos)

Die Stiftung Botanischer Garten Solingen weihte gestern das restaurierte und sanierte Tropenhaus ein.
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Die Stiftung Botanischer Garten Solingen weihte gestern das restaurierte und sanierte Tropenhaus ein.

Die Stiftung des Botanischen Gartens freut sich über das sanierte Tropenhaus. Doch am Eröffnungstag gab es auch eine Hiobsbotschaft.

Von Philipp Müller

Solingen. Eigentlich war gestern ein passender Sonnentag, an dem die Stiftung des Botanischen Gartens den Abschluss der Sanierungsarbeiten am Tropenhaus feierlich abschloss. Doch Schatten zogen auch auf. Eine wichtige Säule der Finanzierung der Arbeit der rund 500 ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins ist der Verkauf von selbst gebackenen Kuchen im Kiosk an den Sonntagen. Das hat die Stadt Solingen ab sofort aus lebensmittelrechtlichen Gründen untersagt. Doch gestern siegte erst einmal die Sonnenseite der Parkanlage. Mit Stolz wurde das neue Tropenhaus der Öffentlichkeit übergeben.

1965 war es eröffnet worden, seit 2010 stand das Haus für Palmen, Zuckerrohr, Zimtbaum, Elefantenfuß und viele andere tropische Zier- und Nutzpflanzen unter Denkmalschutz. Doch beim Wiedereröffnungsakt erklärte die Ehrenvorsitzende der Stiftung, Ingeborg Meuter-Reckermann: „Irgendwann war das Kleinod in die Jahre gekommen.“ Gemeinsam mit dem Architekten Manfred Krause wurden Pläne für eine grundlegende Sanierung erstellt.

Tropenhaus öffnet nach Sanierung

Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet.
Das neue Tropenhaus im Botanischen Garten wurde Ende Februar eröffnet. © Peter Meuter

Um diese umzusetzen, wurden Stiftungen und Firmen um Spenden gebeten, erklärte Matthias Nitsche, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins für den Botanischen Garten. 150 000 Euro war 2020 die Kalkulation für die Gesamtsumme. Mit viel Eigenleistung wurde sich ans Werk gemacht. Doch dann stiegen die Kosten an. Allein der Preis für die ständigen Laborkontrollen für die Asbest-Sanierung sei um das Vierfache gestiegen, sagte Nitsche am Rande der Veranstaltung.

Dass am Ende sogar 250 000 Euro in die Infrastruktur aller Gewächs- und Schauhäuser floss, ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Stiftung voll auf Digitalisierung setzt. Ein „Klima-Computer“ regelt nun Temperatur und Luftfeuchte. Dadurch könne zwischen 20 bis 30 Prozent Energie eingespart werden, sagte der Stiftungsvorstand. Zudem erhielt das Aquarium-Haus ein neues Dach. Dass die Sanierung nicht ganz einfach war, belegte er an einem Beispiel: So musste erst neues Glas für die Fenster getestet werden, ob die Pflanzen durch dessen Einsatz weiter wachsen würden oder nicht.

In der Summe überwog gestern vor allem der Stolz auf das Geleistete. Nitsche sagte: „Wir freuen uns, dass wir das Projekt gestemmt haben und die Stadt uns vertraut hat. Denn der Stadt Solingen gehören der Botanische Garten und die Schauhäuser. Erst als die Stadt Mitte der 1990er Jahre den Garten aufgeben wollte, gründete sich die Stiftung 1998 und sicherte neben den vielen Eigenleistungen auch einen jährlichen finanziellen Beitrag zu. Aktuell zahlt die Stiftung 45 000 Euro pro Jahr, um den Garten erhalten und nutzen zu dürfen. Dafür engagieren sich die Technischen Betrieb Solingen im Unterhalt der Anlage.

„Vermieter“, Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), betonte folgerichtig in seinem Grußwort: „Ohne die Stiftung gebe es den Botanischen Garten nicht mehr.“ Auch dies sei wichtig, sagte der OB: „Wir brauchen solche Orte, wo man mal die Seele baumeln lassen kann.“

Die NRW-Stiftung unterstützte das Projekt

Finanziert wurde das gesamte Projekt auch mit Geld der NRW-Stiftung, die sowohl im Denkmalschutz als auch in der Unterstützung des Ehrenamts tätig ist. Vorstandsmitglied Franz-Josef Lersch-Mense erklärte, dass die Stiftung des Botanischen Gartens mit seinen 500 Mitgliedern ein „vorbildhaftes“ Beispiel für ehrenamtliches Engagement sei. Auch das Tropenhaus sei erhaltenswert. 32 000 Euro flossen aus der NRW-Stiftung ins Projekt.

Und was an Geld fehlte und fehlt, das werde schon zusammenkommen, ist sich die Ehrenvorsitzende Meuter-Reckermann sicher: „Das Geld erbetteln wir sonntags mit der Sammelbüchse im Garten.“ Ob und wie das mit Kuchen geht, will der Verein jetzt planen.

Botanischer Garten

Die Schauhäuser und das Tropenhaus sind an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr sowie von Montag bis Donnerstag zwischen 10 und 15.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt für den Garten und die Schauhäuser ist frei. Um Spenden für den Betrieb und die Unterhaltung bittet die Stiftung die Besuchenden der Anlage.

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