Ohligs

Das alte Hallenbad ist bereits komplett entkernt

„Badehaus Ohligs“: Ab kommender Woche herrscht auf der Baustelle Betrieb – doch es gibt Probleme

Von Philipp Müller

Solingen. Das denkmalgeschützte Ohligser Hallenbad wird in ein „Badehaus Ohligs“ mit 22 Eigentumswohnungen verwandelt. Von außen ist noch nicht viel zu sehen vom Projekt. Innen zeigt Bauleiter Markus Berger von der Solinger Pro Bau GmbH das in den vergangenen zwei Monaten entkernte Gebäude. Knapp drei Dutzend Container seien bereits weggefahren worden. „Wir errichten jetzt einen Parkplatz hinter dem Haus“, erklärt er.

Schon kommende Woche werde eine 15-köpfige Crew eines Bauunternehmens damit beginnen, die Wände für die neuen Wohnungen einzuziehen. Für die Fahrzeuge braucht Berger Platz.

Das Hallenbad steht seit fast zehn Jahren leer. Der Erftstädter Projektentwickler Eduard Meßmer hatte es gemeinsam mit dem Birker Bad von der Stadt Solingen erworben. Ins Gebäude an der Birkerstraße zieht Handel ein, in Ohligs soll es Wohnungsbau sein.

Für den Bau in Ohligs veranschlagt Maurermeister Berger noch eine Zeit bis Ende April 2022. „Das ist vertraglich so vereinbart.“ Über einen Gutachter steht die Pro Bau mit den 22 Erwerbern, die schon alle im Grundbuch stehen, in Kontakt. Berger schloss nicht aus, dass zwei Monate mehr Zeit bis zur Schlüsselübergabe vergehen könnten.

Solingen: Die Baugenehmigungen für das Badehaus liegen bereits vor

Das Solinger Tageblatt hatte das „Badehaus“ schon im vergangenen September vorgestellt. Der Geschäftsführer der Pro Bau, Adnan Pekuz aus Leichlingen, hatte damals berichtet, dass der Vertrieb der Wohnungen im Oktober 2020 starten solle. Das ist abgeschlossen. Und die Erwerber haben eine Bauherrengemeinschaft gegründet. Die brauchen sie, um einen Zuschuss für den Umbau des Denkmals zu erhalten.

Mittlerweile hat die Stadt Solingen laut Rathausangaben die Baugenehmigung für die Pläne erteilt. Die stammen aus der Feder des Kölner Architekten Dr. Bruno Wasser, der Spezialist für die Wiederbelebung von Denkmalbauten für neue Nutzungen ist.

Doch seit dem Winter zogen dunkle Wolken über dem Projekt auf. Das hängt mit einem früheren Geschäftspartner von Adnan Pekuz zusammen. Er hatte – so hat es ein Gericht festgestellt – mit einer Vorgänger-GmbH der Pro Bau Vorschüsse auf Bauarbeiten kassiert, aber dann nicht geleistet. Pekuz versichert, sich von ihm getrennt zu haben. Ihm gehe es jetzt darum, perfekte Arbeit an der Sauerbreystraße abzuliefern. Es gebe einen Gutachter, dazu spreche die Pro Bau den Hinweis aus, lieber zwei Monate länger für bessere Qualität zu bauen – und Pekuz erklärt, mit langjährigen Partnern aus dem Baugewerbe zusammenzuarbeiten.

Wie Pekuz das Vertrauen zurückgewinnen will und wie sich die in den Vertrieb und die Finanzierung eingebundene Firma dabei absichert, lesen Sie in „Ein Schatten liegt über dem Badehaus“ auf

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