Handel

Dachbaustoffe sind in der Pandemie gefragt

Andreas Beate mit einem Luftbild von 1962. Foto: Christian Beier
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Andreas Beate mit einem Luftbild von 1962.

Andreas Beate führt das Unternehmen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Wenn es regnet, klingelt bei der Dachbaustoff-Firma Beate das Telefon noch öfter als sonst: Umdisponierungen sind dann an der Tagesordnung: „Unsere Kunden müssen vielfach ihre Auftragsarbeiten vor Ort wegen der Nässe von oben verschieben, da passt es eben nicht, die bestellte Lieferung mit Dämmstoffen oder Bauholz per LKW dort abzuladen“, sagt Andreas Beate.

Der 50-Jährige leitet den Dachbaustoff-Handel als Familienunternehmen in dritter Generation. Sein Großvater Erwin hatte ihn 1945 gegründet und seitdem hat sich am Erfolgskonzept nicht viel verändert. „Solingen war nach dem Krieg ein weißer Fleck auf der Karte, was die Versorgung mit Dachbau-Material anging“, erklärt der gelernte Bankkaufmann die Standortwahl des Firmenvaters. Der stammte nämlich aus Gevelsberg und hatte sich für seine Selbstständigkeit bewusst die Klingenstadt ausgesucht.

Aus einem kleinen Anfang auf einem Grundstück an der Schwertstraße, das an der damals noch existierenden Korkenzieher-Strecke des Schienenverkehrs günstig lag, wurde nach wenigen Jahren schon etwas Größeres: Bis heute ist die Firma an der Scheidter Straße ansässig. Lagerhallen wurden gebaut und ein Wohnblock wich einer zweiten großen Zufahrt. „Die brauchen wir dringend für unseren großen LKW mit Kran“, sagt Andreas Beate. „Wir heben damit oft die bestellte Ware über ein Privat-Wohnhaus hinweg in den zugehörigen Garten oder auf den Hof gewerblicher Kunden.“

Als Kind und Jugendlicher in der Welt der Dachpfannen aller Größen und Sorten, Schieferplatten, Entwässerungsrohre und aller möglichen Bau-Elemente groß geworden, war es für Andreas Beate immer schon klar, einmal in die Fußstapfen seines Großvaters und des 2014 verstorbenen Vaters zu treten. Die Bank-Lehre festigte die nötige kaufmännische Kompetenz. Inzwischen läuft sich auch Sohn Florian warm. Ihm mache der Betrieb ebenso Freude, erzählt sein Vater und außerdem sei das Geschäft nach wie vor lukrativ. „Wir haben im Bergischen Städtedreieck ein sehr gutes Standing und viele Kunden.“

Corona habe dem Betrieb nicht geschadet, verrät Beate. „Der Umstand, dass viele nicht verreisen konnten, hat offenbar dazu geführt, dass Geld und Zeit in Baumaßnahmen geflossen ist.“

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