Corona-Krise

Schulen gehen gut vorbereitet an den Start

Ab der fünften Klasse müssen Schüler im Unterricht auch am Platz ihre Masken wieder tragen.
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Ab der fünften Klasse müssen Schüler im Unterricht auch am Platz ihre Masken wieder tragen.

Montag startet überall der Präsenzunterricht – Eltern sollen mit Blick auf Symptome wachsam sein.

  • Maskenpflicht gilt in Solinger Schulen ab Montag auch wieder am Platz.
  • 15 zusätzliche Busse im ÖPNV fahren ab Montag in Solingen.
  • Nach wir vor soll in den Unterrichtsräumen alle 20 Minuten gelüftet werden.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Die Schulen starten am Montag mit dem Präsenzunterricht – daran ändert auch die derzeit hohe Zahl an Corona-Infizierten in Solingen nichts. „Neu ist die Regel, dass ab der fünften Klasse auch am Platz wieder die Maske getragen werden muss“, erklärt Schuldezernentin Dagmar Becker (Grüne). „Hätte das Land diese Vorgabe nicht gemacht, hätten wir es für Solingen auf jeden Fall im Krisenstab beschlossen“, so Becker. Für die Grundschüler gelte die Maskenpflicht auf dem Schulhof und den Fluren, erklärt Grundschul-Sprecherin Sabine Riffi von der Grundschule Uhlandstraße.

Die Entscheidung, nach den Herbstferien wieder mit Präsenzunterricht zu starten, sei richtig, so Becker. „Das soziale Miteinander ist für die Kinder wichtig.“ Dagmar Becker sieht die Schulen gut ausgestattet. Hygiene-Material sei an allen Schulen ausreichend vorhanden. Um überfüllte Schulbusse zu vermeiden, gebe es 15 zusätzliche Busse im ÖPNV. „Zudem haben Schulen, die auf einem gemeinsamen Weg liegen, sich bei den Anfangszeiten abgestimmt“, erklärt Peter Wirtz, Leiter der Friedrich-Albert-Lange-Schule und Sprecher des Schulleitersprecherrats.

„Lüften zu Beginn und lüften mittendrin.“
Ulrich Nachtkamp zur Faustregel am Gymnasium Schwertstraße

Auch Ulrich Nachtkamp, Leiter des Gymnasiums Schwertstraße und Vertreter der Schulform im Schulleitersprecherrat, geht „optimistisch in den Präsenzunterricht“. „Alle Schulen starten mit dem Regelangebot, es gibt keine Option für einzelne Schulen, auf Distanzunterricht zu wechseln.“

Wichtig sei, ausreichend zu lüften. Die Landes-Vorgabe, die Klassenräume alle 20 Minuten durchzulüften, hat man an der Schwertstraße in die eingängige Formel „Lüften zu Beginn und lüften mittendrin“ gebracht. „Bei 45-Minuten-Stunden passt diese Faustregel als Rhythmus ziemlich gut“, so Nachtkamp. Das sei ein klares Prinzip, das kein Lehrer vergessen könne. „Bei Schulen mit 65-Minuten-Stunden wird zweimal zwischendrin gelüftet“, ergänzt Peter Wirtz.

Solingen: Lehrergewerkschaft sieht Maskenpflicht positiv

Ausfälle von Lehrern, die als Risikogruppe nicht in den Präsenzunterricht kommen können, gebe es an der Schwertstraße nicht. „Wir können mit dem kompletten Team starten.“ Aber natürlich sei man auch für den Fall X gerüstet, etwa Lehrer oder Klassen in Quarantäne. „Konzepte für Distanzunterricht stehen“, so Nachtkamp. Auch die 3500 Laptops für Kinder aus sozial schwachen Familien seien verteilt und die Formalitäten erledigt, bestätigt die Schuldezernentin. Für Probleme habe jede Schule IT-Ansprechpartner benannt. Den technischen Support macht die Firma Regio IT.

Auch die Lehrergewerkschaft VBE sieht die Maskenpflicht positiv. Es sei aber schwer verständlich, warum sie nur für Schüler ab der Stufe 5 gilt, erklärt der Solinger Vorsitzende Jens Merten. Er begrüßt auch das vom Land angekündigte Programm für Luftreinigungsgeräte. Das Geld sei aber für Schulen vorgesehen, die nicht belüftet werden können, relativiert Wirtz.

In unserem Live-Blog finden Sie alle Informationen rund um das Coronavirus in Solingen. Der Blog wird laufend aktualisiert.

Sporthallen

Lüften: Alle Sporthallen wurden mit Blick auf die Lüftungsmöglichkeiten überprüft. Quergelüftet werden muss alle 40 Minuten für 5 Minuten.

Nutzung: Genutzt werden dürfen alle Hallen mit Ausnahme der Halle Albert-Schweitzer-Schule (Sedanstraße), Sporthalle Stübchen, Gymnastikhalle der ADS und Judohalle der Grundschule Weyer.

Standpunkt: Schal um, Fenster auf

simone.theyssen-speich@solinger-tageblatt.de

Ein Kommentar von Simone Theyßen-Speich

Auch die jüngste Schulmail des NRW-Schulministeriums kam wieder auf den letzten Drücker. Schulen, die etwa noch auf Infos zu Lüftungsgeräten gehofft hatten, wurden enttäuscht. In Solingen hatten sich die 41 Schulen indes schon darauf eingestellt, dass es mit den AHA-Regeln und dem zusätzlichen „L“ für regelmäßiges Lüften ab Montag gelingen muss. Die positiven Zahlen von Schulministerin Gebauer, dass vor den Herbstferien 98,1 Prozent der Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen konnten und auch 95,7 Prozent der Lehrer eingesetzt werden konnten, bestätigen sich auch vor Ort. 

Bleibt zu hoffen, dass die Schulen auch weiterhin von größeren Virus-Ausbrüchen verschont bleiben. Dass Schulen, Kitas und Restaurants bei der Verbreitung des Virus nur eine untergeordnete Rolle spielen, bestätigte auch der Beigeordnete Jan Welzel. Wichtig ist, dass das vernünftige Verhalten aus den Schulen auch in den Freizeitbereich getragen wird. 

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