Pandemie

Coronavirus: Gesundheitsamt setzt auf neuen digitalen Weg

Solinger Ergebnisse der Corona-Tests sollen ab März mit einer neuen, bundesweit eingesetzten Software erfasst werden. Archivfoto: Christian Beier
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Solinger Ergebnisse der Corona-Tests sollen ab März mit einer neuen, bundesweit eingesetzten Software erfasst werden.

Mit dem Programm Sormas wird die Erfassung von Testergebnissen vereinheitlicht.

Solingen. Zur Übermittlung der Daten rund um Corona setzt die Stadt Solingen in Kürze die Software Sormas ein. Das zuständige Gesundheitsamt bereite aktuell die Einführung von Sormas in der täglichen Praxis vor, berichtet Stadtsprecherin Sabine Rische. Bundesweit soll das Programm für örtliche Gesundheitsämter zum Standard werden. „Umgestellt wird im laufenden Betrieb“, sagt die Sprecherin.

Die Einführung sei ein kalkulierbares Risiko: Denn schon während der gesamten Pandemie dokumentiere das Gesundheitsamt seine Arbeit und Zahlen mit einer eigenen Software. Digitale Prozesse seien den Mitarbeitern daher vertraut.

Die wichtigste „Währung“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind Zahlen. Dazu gehört im Fall einer Infektion mit dem Coronavirus die Zahl der Kontakte, die ein Betroffener in seinem sozialen Umfeld hat. Das bald vom Solinger Gesundheitsamt eingesetzte Programm Sormas wurde vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) bereits 2014 zusammen mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) entwickelt. Sormas steht dabei für „Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System“ – Management- und Analysesystem für Überwachungsausbrüche.

Auch wenn das HZI angibt, Solingen nutze die Software bereits seit dem 9. Februar, so dauert die Umsetzung für den angestrebten bundesweiten Nutzen dann doch länger.

„Die Software wird im März scharfgeschaltet.“

Sabine Rische, Rathaussprecherin

Im Hintergrund laufe Sormas bereits, erklärt die Stadtsprecherin. Das geschehe parallel zum „Alltagsgeschäft“ mit der bisherigen Software, die das Gesundheitsamt einsetzt. „Im März soll das Programm dann scharf geschaltet werden.“

Damit die Umstellung gelinge, seien präzise Vorbereitungen notwendig. Außerdem müssten die Fallzahlen stabil sein. Das sei momentan so, sagt Rische. Es müssten aktuell keine größeren Sprünge nach oben bei den neuen Fällen vorrangig bearbeitet werden. Das verschaffe Luft für die Vorbereitung des Einsatzes.

Die Rathaussprecherin sagt: „Das Solinger Gesundheitsamt hält den Einsatz von Sormas auf jeden Fall für sinnvoll, weil es unter anderem Schnittstellen zur üblichen Meldesoftware haben wird. Außerdem sollen zukünftig Labormeldungen dort ankommen. Die Kommunikation zwischen den Gesundheitsämtern wird möglich sein und auch ein Quarantäneassistent und ein Systemtagebuch wird implementiert.“ Darüber hinaus könne Sormas auch nach Corona für andere meldepflichtige Erkrankungen genutzt werden.

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