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Altenheim: Solinger DRK ist an Reihentests beteiligt

Tatjana Söhnchen vor dem Altenheim Senvital. Sie gehört zum DRK-Beprobungsteam bei Corona-Verdacht. Foto: Michael Schütz
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Tatjana Söhnchen vor dem Altenheim Senvital. Sie gehört zum DRK-Beprobungsteam bei Corona-Verdacht.

Zwei Teams waren bei Senvital und im St. Lukas Pflegeheim im Einsatz.

Von Philipp Müller

Solingen. Gleich zwei mobile Testteams mit je vier Mitarbeitern des Solinger Deutschen Roten Kreuzes (DRK) waren am Montag in Aktion. Einmal im Altenheim Senvital an der Hackhauser Straße zwecks Überprüfung auf das Coronavirus Sars-CoV-2. Dort waren am Freitag zwei positive Corona-Befunde bekanntgeworden. Am Wochenende wurden weitere neun Fälle gemeldet. Daraufhin veranlasste die Stadt den gestrigen Reihentest der gesamten Heimbewohner.

Der andere Einsatz galt dem St. Lukas Pflegeheim. Da liegt kein Befund vor, das Haus ist aber Teil einer epidemiologischen Studie des Gesundheitsamts der Stadt und Bethanien. Das werde am Dienstag im St. Joseph Altenheim fortgesetzt, erklärt Cerstin Tschirner, die Sprecherin der Kplus Gruppe, zu der die beiden Häuser gehören.

Um 8 Uhr habe am Montag bei Senvital der Einsatz begonnen, berichtet Tatjana Söhnchen. Sie ist Rettungshelferin und stellvertretende Bereichsleiterin für die Sanitäter des DRK. Mit vier DRK-Mitarbeitern habe man die drei Tester der Stadt und einen vom Krankenhaus Bethanien unterstützt. Die Zusammenarbeit zwischen der Hilfsorganisation, der Stadt und dem Krankenhaus laufe sehr gut, erklärt Stefan Nippes. Er ist der Leiter der operativen Dienste des DRK. Die reibungslose Kooperation lobt auch der zuständige Ordnungsdezernent Jan Welzel (CDU).

Jeweils in Dreierteams seien die 150 Bewohner und Mitarbeiter getestet worden, berichtet Söhnchen. Dazu habe man die Zimmer und Stationen in dem Gebäude aufgesucht. Zwei Sanitäter würden den Test selbst durchführen und einer Protokoll führen. Dabei sei es hilfreich gewesen, dass die Leitung von Senvital mit Namenslisten auf die Reihentestung gut vorbereitet gewesen sei. So konnte um 11.30 Uhr Vollzug der Tests gemeldet werden.

Beim DRK kommen dabei ehrenamtliche Helfer zum Einsatz, die in Bethanien geschult wurden. Mit Schutzanzügen und Gesichtsmasken nähert sich der Tester der zu untersuchenden Person. Durch die Nase werde dann ein Nasen-Rachen-Abstrich gemacht, erklärt die Rettungshelferin. Diese würden nach Bethanien gebracht, führt Stefan Nippes weiter aus. Von dort gehen sie dann entweder nach Leverkusen oder Düsseldorf ins Labor. Die Ergebnisse von Montag soll es im Verlauf des Dienstags geben.

„Niemand reagiert panisch auf den Test“
Tatjana Söhnchen, DRK Solingen

Die Prozedur verlaufe in der Regel ganz ruhig. Bei dementen Bewohnern gehöre aber auch schon einmal ein wenig Überzeugungsarbeit dazu, erzählt Tatjana Söhnchen. „Niemand reagiert panisch auf den Test“, hat sie beobachtet. Sie war auch mit dem Solinger DRK schon in Gütersloh im Einsatz, wo rund um die Fleischfabrik Tönnies tausende Tests in kurzer Zeit notwendig waren.

Mindestens ein Zweierteam stehe täglich zu Verfügung, sagt Nippes. Das komme oft auch bei Standardtest zum Einsatz, die etwa ein Hausarzt anordne. Auch routinemäßig würden Heime und medizinische Einrichtung öfter auf Infektionen hin untersucht. Oder eben zu Studienzwecken wie unter anderem in der Kplus Gruppe. Dabei wird wissenschaftlich untersucht, wie wirksam Vorsichtsmaßnahmen und Hygiene-Konzepte sind. Stadtsprecherin Birgit Wenning-Pausen kündigt für Dienstag mehr Informationen zu den Hintergründen der wissenschaftlichen Arbeit an.

Corona-Zahlen

Durch die neuen Infektionen bei Senvital hat sich die Zahl der insgesamt infizierten Solinger auf 312 erhöht. Aktuell sind 24 Personen infiziert, von denen 5 in stationärer Behandlung sind. 278 Solinger gelten nach einer Infektion mit Corona als genesen. In Quarantäne befanden sich am Montag 84 Einwohner Solingens.

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