Pandemie

Alle 95 Kindertagesstätten in Solingen sind bei den Lollitests dabei

Auch bei der „Klingenbande“ sind die Lolli-Tests im Einsatz. Foto: cb
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Auch bei der „Klingenbande“ sind die Lolli-Tests im Einsatz.

Mit dem Start des Regelunterrichts heute stehen auch die regelmäßigen Tests in Schulen an

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Mit den Lollitests hatte Solingen schon seit März ein Corona-Testangebot für jüngere Kinder geschaffen, das einfach und kindgerecht zu handhaben ist. Zahlreiche andere Städte sind mittlerweile auch dabei. In Solingen konnte das Angebot jetzt nicht nur auf alle 95 Kitas der Stadt ausgeweitet werden, in denen der Regelbetrieb am 7. Juni wieder beginnt. Auch die Grund- und Förderschulen, in denen ab heute auch wieder Präsenzunterricht für alle Kinder stattfindet, sind dabei. „Zudem nehmen mittlerweile auch eine heilpädagogische Gruppe und 60 Tagespflegekräfte das Angebot der Lollitests wahr“, erklärt Stadt-Sprecherin Stefanie Mergehenn.

Die Akzeptanz des freiwilligen Angebots in den Einrichtungen sei groß. „Stand Ende April nahmen 93 Prozent aller Fachkräfte in den Kitas sowie 78 Prozent der Kinder teil“, so Mergehenn. Diese vermeintlich geringe Teilnahme bei den Kindern liege aber daran, dass im April noch viele Kinder zuhause betreut und somit nicht mitgezählt wurden. „Andere Einrichtungen hatten gerade erst mit den Testungen begonnen oder noch nicht alle Einverständniserklärungen der Eltern eingesammelt.“

Lolli-Tests in Solingen: Seit März nur zehn Personen positiv getestet

Im Mai konnte dann schon der Spitzenwert von 381 teilnehmenden Gruppen in einer Woche erreicht werden. Die Teststäbchen, an denen die Kinder wie an einem Lolli 30 Sekunden lang lutschen, werden – nach Kita-Gruppen zusammengefasst – als ein „Pool“ im Labor untersucht. Gibt es dabei ein positives Ergebnis, werden die dafür zurückgehaltene zweiten Tests des Pools nochmals einzeln untersucht.

Seit Beginn der Lollitests im März wurden in Solingen sieben Pools positiv getestet. Die Überprüfungen ergaben dann insgesamt Corona-Infektionen bei neun Kindern und einer Erzieherin. Wichtig sei hervorzuheben, dass die – ohnehin wenigen – Personen mit positiven Befunden alle im Vorfeld keine Symptome aufwiesen.

„Ohne Lollitest wären sie also nicht rechtzeitig erkannt worden“, so Mergehenn, die in den Kindertagesstätten keine große Gefahr von Infektionsherden sieht. Geplant ist, die Lollitests zunächst bis zum Ende des Kita-Jahres am 31. Juli fortzuführen. „Ob sie danach noch weiter fortgeführt werden, hängt maßgeblich von der Entwicklung der Infektionszahlen ab“, so die Stadt-Sprecherin. Derzeit zahlt die Stadt für die Auswertung eines Pooltests 62,50 Euro. Bei im Schnitt 375 Gruppen, die zweimal wöchentlich getestet werden, entstehen wöchentliche Kosten in Höhe von 46 875 Euro, die mittlerweile aber im Wesentlichen durch das Land erstattet werden. Auch die Tests in den Grund- und Förderschulen zahlt das Land.

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