Pandemie

Corona-Regeln: Ordnungswidrigkeiten gehen deutlich zurück

Das Ordnungsamt kontrolliert auch die Marktplätze auf die Einhaltung der Corona-Regeln. Foto: Christian Beier
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Das Ordnungsamt kontrolliert auch die Marktplätze auf die Einhaltung der Corona-Regeln.

Verstöße gegen das Kontaktverbot werden selten festgestellt – Gewerbebetriebe werden intensiv kontrolliert.

Von Katharina Birkenbeul

Solingen. Müngstener Brückenpark, 14 Uhr. Kinder spielen am Wasser und auf den großen Wiesen, Senioren spazieren in Richtung Burg, auf der Minigolf-Anlage herrscht reger Betrieb. Und auch an der Schwebefähre reiht sich eine Schlange auf. Ein Mindest-Abstand von 1,5 Metern zwischen den Leuten ist aber häufig nicht zu erkennen.

Auch am Bürgerbüro in Mitte stehen die Menschen dicht nebeneinander, während sie auf ihren Termin warten, bis ein Mitarbeiter sie an die geltenden Regeln erinnert. In Corona-Zeiten halten sich viele Leute mehr denn je im Freien auf. Besonders an den schönen Sommertagen in den vergangenen Tagen. Doch beim Genuss des Wetters und Beisammensein mit Freunden und Verwandten scheint es oft so, dass die Corona-Regeln vergessen werden und in den Hintergrund rücken. „Besonders schlimm ist es an Haltestellen und auf Märkten“, sagt das Ordnungsamt.

Aber was gilt denn an der frischen Luft überhaupt? „Grundsätzlich gilt immer noch das Kontaktverbot. Bedeutet: Nur Familie oder Haushaltsangehörige dürfen sich treffen oder, wenn es andere Personen sind, maximal 10 Personen“, erklärt Stadtsprecherin Birgit Wenning-Paulsen. Zu anderen Personen soll dann der Mindestabstand von 1,5 Meter gehalten werden. Ist das nicht möglich, muss eine Mund-Nase-Maske getragen werden.

Der Schein, dass sich weniger Leute an die Corona-Regeln halten, trügt aber: „Die Anzahl der festgestellten Verstöße ist deutlich zurückgegangen. Verstöße gegen das Kontaktverbot werden selten festgestellt, weil Zehnergruppen eigentlich nie angetroffen werden“, heißt es von der Stadt. So seien von März bis Mai 697 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden, wobei fast alle Verfahren in diesem Zeitraum wegen Verletzung des Kontaktverbotes eingeleitet wurden seien. Von August bis September waren es nur 68 Verfahren

Mehr Verstöße gebe es hingegen in den Gewerbebetrieben. Diese würden seit Anfang Juli intensiv kontrolliert. Dazu wurde ein eigenes Team geschaffen. Die fünf Mitarbeiter kümmern sich nur um die Corona-Schutz-Kontrollen. Zu Beginn seien in fast jedem Betrieb Verstöße festgestellt worden, 160 Verfahren wurden eingeleitet. Aber: „Das heißt, die Gewerbekontrollen zeigen aus Sicht des Ordnungsamtes Wirkung. Insbesondere ist die Zahl der Bürgerbeschwerden zu Friseuren oder Sportveranstaltung deutlich zurückgegangen“, heißt es von der Stadt.

Wer sich nicht an die Regeln hält, bekommt ein Bußgeld. Reicht das bei Betrieben nicht aus, droht die vorübergehende Schließung. Das sei in Solingen nicht vorgekommen.

In unserem Live-Blog finden Sie aktuelle Informationen zu Entwicklungen rund um das Coronavirus in Solingen.

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