Finanzen

Corona kostet die Stadt rund 60 Millionen Euro

Derzeit geht das Rathaus davon aus, dass die Folgen der Pandemie ein Loch von rund 60 Millionen Euro in die Stadtkasse reißen.
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Derzeit geht das Rathaus davon aus, dass die Folgen der Pandemie ein Loch von rund 60 Millionen Euro in die Stadtkasse reißen.

Rathaus-Prognose zu Finanzen 2020.

Von Andreas Tews

Solingen. Vor allem bei der Einkommen- und der Umsatzsteuer hat sich die Lage aus Sicht des Rathauses in den vergangenen Wochen deutlich entspannt. Darum korrigierte die Kämmerei ihre Prognose zu den finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise leicht zum Positiven. Derzeit geht das Rathaus davon aus, dass die Folgen der Pandemie ein Loch von rund 60 Millionen Euro in die Stadtkasse reißen. Vor einem Monat war die Kämmerei in ihrem Statusbericht noch von knapp 67 Millionen ausgegangen.

Die aktuellen Zahlen stellten die Finanzfachleute am Dienstag im städtischen Verwaltungsvorstand vor. Die finanziellen Corona-Schäden setzen sich aus zurückgehenden Einnahmen – vor allem bei der Gewerbesteuer, aber auch bei den Elternbeiträgen für Kinderbetreuung oder im Kulturbetrieb – und steigenden Ausgaben – unter anderem für den gewachsenen Personaleinsatz in den Gesundheits- und Ordnungsämtern, sowie für Corona-Tests, Schutzausrüstung und andere Hygienevorkehrungen – zusammen.

Gegenüber dem Statusbericht vom September wurde die Prognose zu Einkommen- und Umsatzsteuer um 7 Millionen Euro verbessert. Damals war man davon ausgegangen, dass die Einnahmen hier auf das Jahr gerechnet um 12 Millionen Euro unter Plan liegen würden. Jetzt sind es nur noch 5 Millionen. In den anderen Bereichen gleichen sich die Effekte in etwa aus.

Rathaussprecherin Birgit Wenning-Paulsen weist darauf hin, dass nach wie vor nicht alle Details bekannt seien, wie Bund und Land die Einbußen bei der Gewerbesteuer – ebenfalls mit Steuergeld – ausgleichen werden. Hier geht man von mehr als 30 Millionen Euro unter Plan aus. Zudem betont Wenning-Paulsen, dass für kommende Jahre ebenfalls große Finanzlücken drohen, weil sich dieser Ausgleich nur auf 2021, nicht aber auf folgende Jahre bezieht. Zusagen von Bund und Land stehen hier noch aus.

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