Pandemie

Corona: Darum haben RKI und Stadt unterschiedliche Zahlen

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Ab Samstag gelten in Solingen verschärfte Maßnahmen – Feiern in privaten Räumen sind noch nicht beschränkt.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Solingen ist mit einem 7-Tage-Inzidenzwert von 50,9 seit Freitag laut Stadt Risikogebiet. In zahlreichen Bundesländern müssen Solinger jetzt einen negativen Corona-Test vorlegen, wenn sie dort übernachten wollen. Nach Auskunft der Stadt können diese Tests kostenlos im Corona-Testzentrum in Bethanien vorgenommen werden.

135 Menschen in der Stadt waren am Freitag positiv getestet, 11 mehr als am Vortag. Ansteckungen gab es in den Familien, bei privaten Feiern, in Sportvereinen sowie bei einer Mitarbeiterin im Altenzentrum Wald. Ab Samstag gilt deshalb eine neue Allgemeinverfügung. Private Feiern in öffentlichen Räumen wie Gaststuben oder Gemeindesälen sind jetzt auf maximal 25 Personen begrenzt, ab 11 Gästen muss die Feier angemeldet werden. „Familienfeiern in privaten Räumen, also in der eigenen Wohnung, haben wir noch nicht beschränkt“, konkretisiert Stadt-Sprecherin Sabine Rische die neue Allgemeinverfügung. Verschärft ist zudem, dass zu Veranstaltungen wie Versammlungen, Konzerten oder ähnlichem nur noch maximal 300 Besucher zugelassen sind. Bei all diesen Veranstaltungen muss in geschlossenen Räumen jetzt auch eine Mund-Nase-Maske getragen werden.

Bei dem bangen Blick auf die 7-Tage-Inzidenzzahl hatte es bei vielen Lesern auch Irritationen bezüglich unterschiedlicher Angaben gegeben. So lag der Wert des städtischen Gesundheitsamtes, den auch das ST täglich veröffentlicht, beispielsweise am Donnerstag bei 48,47 Fällen, gerechnet auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab am selben Tag den Inzidenzwert 47,7 an, das Solinger Ärzte-Netzwerk 50,31.

Solingen: Schwankungen liegen an unterschiedlicher Erfassungszeit

„Diese kleinen Schwankungen gehen auf unterschiedliche statistische Grundlagen zurück“, erklärt Rische. Vor allen Dingen lägen die Abweichungen an dem zeitlichen Meldefenster. Dabei ist der Ablauf wie folgt: Die Labore testen und melden die positiv Getesteten an die Stadt. Im dortigen Gesundheitsamt werden die Meldungen abgearbeitet. Die Stadt hat 24 Stunden Zeit, die Daten an das Land weiter zu vermitteln, das Land wiederum 24 Stunden für seine Meldung an das RKI. „Im Extremfall ist es also eine Spanne von zwei Tagen, aus der die Daten dann punktuell veröffentlicht werden“, erklärt Rische. Die Stadt ermittelt jeweils am späten Nachmittag den eigenen, für sie maßgeblichen Wert des Tages. Sie empfiehlt Reisenden aber, vorab Rücksprache mit dem Urlaubshotel zu halten, das vermutlich den RKI-Wert anwenden werde.

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