Konzertabend

Cobra-Benefiz erspielt 10.000 Euro für die Ukraine

Im ausverkauften Haus der Cobra rockte die Band See You beim Ukraine-Benefiz. Am Ende gab es 10 000 Euro Spendenerlös. Foto: Michael Schütz
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Im ausverkauften Haus der Cobra rockte die Band See You beim Ukraine-Benefiz. Am Ende gab es 10 000 Euro Spendenerlös.

Hauptact war die Band See You mit Alex von den Juicy Souls, der für den erkrankten „Mickes“ einsprang.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Arme und Hände vor Begeisterung in die Luft reißen, den Rhythmus mitwippen und Texte mitsingen. Mit See-You-Fans zusammen Party machen und genießen, das war am Samstagabend endlich wieder in der Cobra möglich. Eigentlich war alles wieder „normal“, sogar die Schutzmasken konnten aufgrund der strengen 2G-Plus-Regel (geimpft, genesen und zudem aktuell getestet) wegbleiben.

Aber nur eben fast normal. Nicht nur, dass Jo Stüpp, Kopf der Truppe und Schlagzeuger, den Ausfall von Michael („Mickes“) Schnäbelin verkündete, der „heute Nachmittag beim Soundcheck positiv auf Corona getestet wurde“. Sondern vor allem wegen des Anlasses des Konzertes, das unter der Überschrift „Peace Now“ vor allem den Zweck hatte, möglichst viel Geld für Ukraine-Kriegsopfer einzusammeln.

„Wir haben uns entschieden, die Einnahmen von heute der Organisation ,Deutschland hilft‘ zu spenden, weil wir damit wissen, dass die Summe auch wirklich 1:1 dort ankommt, wo sie Gutes und Sinnvolles bewirken kann“, sagte Anja Stock von der Cobra-Leitung auf der Bühne im Gespräch mit Moderator Philipp Müller. Zuvor hatten er und Hans-Werner Bertl vom Bündnis „Bunt statt Braun“ den Abend auf den Weg geschickt. Das Konzert setze durch die Bereitschaft, mit Geld zu helfen, ein Zeichen für den Frieden und klage die rücksichtslose und unmenschliche Aggression Putins an, betonte Bertl.

Schon am Abend war sich Anja Stock sicher, rund 10 000 Euro Spendenerlöse aus Eintritt, Gagenverzicht, Bargeld und Getränkeverkauf – dank Spende der Erzquell-Brauerei – überweisen zu können.

Ersatzsänger Alex musste sich in wenigen Stunden vorbereiten

Der kurze Moment der Enttäuschung über den Ausfall des bei den Fans überaus beliebten Frontmanns wich schnell einer herzlichen Begrüßung des „Ersatzmannes“. Alex von den Juicy Souls hatte sich nicht nur spontan bereiterklärt einzuspringen, sondern hatte sich viele Songs, die er noch nie auf der Bühne gesungen hatte, blitzschnell bis zum abendlichen Auftritt „reingezogen“, wie Jo anerkennend erzählte.

Umso lauter wurde der Applaus und umso feier-entschlossener schien die fröhliche Menge, die sich bei Schummerlicht in den Farben der Flagge der Ukraine an den Stehtischen des Cobra-Saals verteilt hatte. Der Gag-Anruf in der Pause bei Mickes, über Jos Handy und verstärkt vom Bühnen-Mikro, um ihm ein bisschen Liveatmosphäre in seine Quarantäne zu schicken, steckte schier voll von übermittelter guter Laune.

Nach fast zwei Jahren Auftrittspause genossen Musiker und Fans den Abend spürbar gleichermaßen. Immer wieder aufs Neue gab Jo mit seinen Percussion-Stöcken den Start für den nächsten Song. Oft war es die tiefe Bassstimme von Marc Blümel, die zum Beispiel mit „This is the end“ von Sunrise Avenue den Nerv der Menge traf, mal das fetzige „I Love Rock ‘n‘ Roll“, das für Begeisterungswogen im Saal sorgte. Daniel Schnäbelin bearbeitete die Tasten seines Keyboards, was das Zeug hielt. Roman Zöls und Peter Fastenrath griffen enthusiastisch in ihre Bass- beziehungsweise Gitarrensaiten.

Die Freude darüber, endlich wieder unterwegs zu sein und Livemusik zu erleben, war allgegenwärtig. Zuvor hatten die Band „Em Brass“ und das „Odessa-Projekt“ mit viel Stimmung den Boden für das weitere Ukraine-Benefiz-Konzert bereitet.

Benefiz-Konzerte

Freitag, 25. März: Im VHS-Forum spielen Solinger Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker für lokale Hilfsvereine um 19 Uhr.

Sonntag, 27. März: Das Trio farfarello und die Hildener Bands Jim Button’s treten ab 18 Uhr im Stadtsaal Wald auf.

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