Cobra abhängig von Zuschüssen

Glücklich über die Entwicklung bei der Cobra (v. l.): Michael Kölker, Norbert Feith, Oberbürgermeister Franz Haug, Stephan Ries und Jörg Föste. Foto: Beier

ÜBERGABE Gestern wurde der Vertrag zwischen der Stadt Solingen und der „Cobra Kulturzentrum Gesellschaft“ unterzeichnet.

Großer Bahnhof in der Cobra: Gestern Vormittag wurde der Vertrag zwischen der Stadt Solingen und der neu gegründeten „Cobra Kulturzentrum Gesellschaft mbh“ unterschrieben. Nach der Insolvenz des alten Trägers „Die Provinz lebt“ beginnt damit ein neues Kapitel in der Geschichte des Kulturzentrums.

„Hier werden Menschen erreicht, die die traditionellen Kulturtempel eher meiden.“

Oberbürgermeister Franz Haug

Gesellschafter sind zu je einem Drittel die Unternehmer Michael Kölker und Jörg Föste sowie der Verein „Cobra Club“, Nachfolger von „Die Provinz lebt“. Die Regelung der Geschäftsführung wurde gestern aus formalen Gründen verschoben. Insolvenzverwalter Stephan Ries muss zu einer Änderung noch seine Einwilligung geben. Er war aber nach dem Termin in den Urlaub gefahren.

Die Cobra-Mitarbeiter wurden alle zu gleichen, den vertraglichen Bedingungen wie vorher übernommen. Oberbürgermeister Franz Haug freut sich, als einer seiner letzten Amtshandlungen der Einrichtung eine neue Perspektive geben zu können. „In den vergangenen Monaten wurde deutlich, wie wichtig das Kulturzentrum ist“, betont er. „Hier werden Menschen erreicht, die traditionelle Kulturtempel wie das Theater und Konzerthaus eher meiden.“

Das Gebäude wird der Gesellschaft mietfrei überlassen. Und die Stadt wird für den Betrieb weiter einen jährlichen Zuschuss von 87 000 Euro geben. „Damit verbinden wir Zielvereinbarungen, die sich an das bisherige Programm anlehnen, aber auch eine bestimmte Besucherfrequenz fordern“, sagt Kulturdezernent Norbert Feith. Dringende Instandhaltungs- und Brandschutzarbeiten werden mit 500 000 Euro aus Konjunkturmitteln finanziert. Für die Arbeiten würden die Ausschreibungen gerade vorbereitet.

Auch Insolvenzverwalter Stephan Ries ist froh, dass die Verhandlungen zu einem guten Ende gekommen sind. „Deutlich muss aber bleiben, dass eine Kulturstätte nie in Gänze wirtschaftlich geführt werden kann, sondern immer Zuschüsse braucht.“ Die Unternehmer Michael Kölker und Jörg Föste sehen optimistisch in die Cobra-Zukunft, laden aber alle ein, sich weiter finanziell und ideell einzusetzen. „Der Zuschuss von etwa 50 Cent pro Einwohner ist das Minimum dessen, was eine Gemeinschaft für diese Einrichtung leisten muss“, betont Jörg Föste. „Die Cobra erreicht nicht nur die Jugend und ist ein Zentrum für alternative Kultur, sondern sie integriert auch verschiedene Kulturen, Alt und Jung und steht für Bildung.“ kc

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