Cow Club blickt auf Anfänge des Punks

Kulturwissenschaftler Dr. Salvador Oberhaus. Foto: Dr. Salvador Oberhaus
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Kulturwissenschaftler Dr. Salvador Oberhaus. Foto: Dr. Salvador Oberhaus

Digitale Lesung

Von Anna Lauterjung

Mit Bier für die Autoren und dem Buch „Damaged Goods. 150 Einträge in die Punkgeschichte“ startete die ungewöhnliche, digitale Lesung. Aufgrund der Corona-Beschränkungen wurde die vom Cow Club in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung organisierte Veranstaltung jüngst live auf Facebook und Youtube gestreamt. Die Moderation übernahmen Musikjournalist Joachim Hiller und Kulturwissenschaftler Dr. Salvador Oberhaus. Sie gaben dem bereits persönlichen Buch eine noch persönlichere Note mit privaten Anekdoten und Geschichten über die Bands, darunter The Ramones, No-meansno und Vipers.

Es wurde allerdings nicht nur über Musik geredet. Nach der Lesung des jeweiligen Eintrags des Künstlers verwandelt sich das digitale Endgerät der Zuschauer in eine Jukebox mit kurzen Einspielern der Band. Auch wenn sie nur ein paar Sekunden dauern, macht die Musik Lust auf mehr.

Hiller und Oberhaus sind bereits vor Corona auf Lesungstour gegangen. Diese waren immer gut besucht gewesen und es habe hauptsächlich positives Feedback gegeben, berichten die Autoren. Doch das Corona-konforme Format sei eine Premiere für beide. Aber der Stream schien sehr gut bei den Zuschauern anzukommen und die Kommentare unter dem Video waren durchweg positiv.

Das Buch des Abends erschien bereits 2016 im Ventil Verlag. „Damaged Goods. 150 Einträge in die Punkgeschichte“ bietet zum Jubiläum einen Querschnitt durch die 40 Jahre des Genres in einem besonderen Format.

Autoren erzählen ihre persönliche Verbindung zum Musikstil

Der Herausgeber Jonas Egelmann und seine Co-Autoren, darunter auch Hiller und Oberhaus, erzählt die Geschichte des Punks aus einer persönlichen Perspektive. Dazu haben sie sich jeweils ein Album einer Band ausgesucht, dass sie besonders beeinflusst oder berührt hat. Dieses steht dann symbolisch für die Band und die folgende Musikanalyse wird mit privaten Anekdoten der Punk-Liebhaber gespickt.

Neben bekannten Bands die Sex Pistols und The Ramones sind auch deutsche Bands und Undergroundhelden vertreten. Dadurch ist das Buch mehr als nur eine trockene Wiedergabe der Neuzeit, sondern mehr eine Zeitkapsel für die Autoren.

Während der Lesung wird schließlich auch dem letzten Zuschauer klar: Billie Childish hatte mit seinem Statement, Punkrock ist nicht tot, absolut recht. Punk lebt weiter in Menschen wie den Gastgebern.

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