Gemeinde

Christof Bleckmann ist neuer Pfarrer in Ketzberg

Pfarrer Christof Bleckmann hielt in Ketzberg seinen ersten Gottesdienst. Foto: Michael Schütz
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Pfarrer Christof Bleckmann hielt in Ketzberg seinen ersten Gottesdienst.

24 Gemeindemitglieder und Solingens Superintendentin begrüßten den neuen Theologen

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Das rauschende Fest mit vielen Gästen und einer richtigen Amtseinführung komme noch, sagte Dr. Ilka Werner, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen am Himmelfahrtstag mit Blick auf Christof Bleckmann. In einem – wegen der Corona-Krise – durch Abstands- und Hygieneregeln dezimierten Gottesdienst gab der neue Pfarrer sein Debüt in der Gemeinde Ketzberg. Mit 24 Besuchern – alle mit Maske und am Eingang sorgfältig desinfizierten Händen – hätte das Ganze eine eher triste Angelegenheit werden können. Aber das war es ganz und gar nicht. „Herzlich willkommen in Ketzberg“ stand auf den großen Zetteln, die alle Gottesdienstbesuchern dem neuen Pfarrer entgegenhielten, nach dem die ersten Orgeltöne verhallt waren.

Damit gaben sie ein praktisches Beispiel für gelebte Herzlichkeit, echtes Miteinander und den Blick für den anderen in einer christlichen Gemeinschaft: Alles Werte, die Christof Bleckmann für sein Verständnis von Gemeinde ebenfalls hochhält, wie er in einer Kurzpredigt erläuterte.

„Nähe trotz Distanz“ war das Thema in diesem Himmelfahrtsgottesdienst, passend zur derzeitigen Pandemie. Geschickt flocht Bleckmann in seine theologischen Ausführungen Informationen über seine Vita ein: Der 55- Jährige teilte sich zuvor 23 Jahre lang mit seiner Frau Annegret Duffe eine Pfarrstelle an der Reusrather Martin-Luther-Kirche. Zudem wirkte er zehn Jahre lang in der Öffentlichkeitsarbeit des Leverkusener Kirchenkreises und gab an einer Langenfelder Realschule Religionsunterricht. Nachdem drei der vier gemeinsamen Kinder nun erwachsen sind, war für ihn die richtige Zeit gekommen, ein anderes berufliches Kapitel aufzuschlagen.

Er freue sich riesig auf die neue Aufgabe, auf neue Menschen und neue Strukturen, hatte Bleckmann zuvor im Gespräch mit dem ST verraten. „In Ketzberg, wo ich am 15. Mai begonnen habe, habe ich ein tolles Team gefunden, eine lebendige Gemeinde voller Engagement und ein selbstbewusstes Presbyterium.“

Dass er gerade in einer Zeit mit der neuen Aufgabe startet, in der man Nähe durch Distanz leben muss, empfindet er als schade und freut sich darauf, irgendwann endlich wieder persönliche Kontakte suchen und intensivieren zu können. Er wünsche sich, als Prediger, Seelsorger und Gesprächspartner in Anspruch genommen zu werden.

Der gebürtige Duisburger, der in Münster und Heidelberg Evangelische Theologie studiert hat, wurde im Februar vom Presbyterium der Gemeinde zum Nachfolger von Pfarrerin Sabine Büker-Benedens und Pfarrer Helmut Benedens gewählt. Das Paar war im vergangenen Jahr an die Mosel gewechselt.

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