Chorvereinigung Ohligs beendet die lange Pause in Wald

Gelungene Abwechslung für beide Seiten: Das Konzert für die Senioren war für die Chorvereinigung der erste Auftritt nach langer Zeit. Foto: A. Horn
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Gelungene Abwechslung für beide Seiten: Das Konzert für die Senioren war für die Chorvereinigung der erste Auftritt nach langer Zeit.

Gerhard-Berting-Haus erhielt den Auftritt als Geschenk

Von Jutta-Schreiber Lenz

Das Bergische Heimatlied am Schluss sangen oder summten einige der Zuhörer leise mit. Es war das i-Tüpfelchen auf eine besondere musikalische halbe Stunde, die die Chorvereinigung Ohligs unter ihrer Leiterin Nadja Bulatovic für die Bewohner des Gerhard-Berting-Haus inszenierten.

Klassiker der Chorliteratur wie Mendelssohns „O Täler weit, O Höhen“ oder „Morgenlicht“ von Dvorak gesellten sich zu Brahms Röslein, der „Rose“ von Amanda McBroom oder „You Raise me up“, so dass ein bunter Strauß der Vielfältigkeit von den Sängerinnen und Sängern gebunden wurde. Auch der „Wellerman- Song“, der sich im Sommer in alle Charts katapultiert hatte, durfte nicht fehlen und machte Sängerinnen und Sänger sowie der Zuhörerschaft viel Freude.

Aufgrund des schönes Spätsommerwetters war das Gastspiel in das einladende Atrium am Haupteingang verlegt worden, so dass das Publikum beim Lauschen im angenehmen Schatten oder in wärmender Sonne sitzen konnte. Es sei der erste Auftritt nach den Corona-Lockdowns, verriet Bernd Küller, der Vorsitzende des Ensembles, der sich wie seine Chorkollegen sehr darüber freute, wieder vor Publikum singen zu dürfen. „Wir haben früher immer in der Adventszeit hier im Heim für die Bewohner gesungen und das durften wir natürlich nun seit langer Zeit nicht mehr.“ Immerhin hätten seit Sommer wieder reguläre Proben begonnen. „Davor haben wir uns mit Proben in kleinen Gruppen durch die Pandemie gehangelt, abgesehen von den Zeiten, in denen strikt alles untersagt war.“

„Üblicherweise singen wir in Konzertsälen oder Kirchen.“

Für Bernd Küller und seine Mitstreiter war der Auftritt im Freien etwas Besonderes

Die Zuhörer genossen die musikalische Abwechslung sichtlich. Viele hatten sich mit ihren Rollstühlen extra an den Ort des Geschehens bringen lassen oder waren mit Rollatoren selbst gekommen. Auch viele Angehörige hatten sich ins Publikum gemischt.

Dass das Ereignis zunächst eine ausführliche Stell- und Aufbauprobe benötigte, bis es richtig losging, störte niemanden. Im Gegenteil: Auch solche Dinge zu erleben, war offenbar interessant. „Wir sind Auftritte im Freien nicht gewohnt, üblicherweise singen wir in Konzertsälen oder Kirchen“, sagte Küller. So musste das Piano von Nadja Bulatovic schließlich doch näher an den Chor gestellt werden. Der ursprünglich geplante Platz, vor einer Kirschlorbeerhecke war zu weit weg: Die Akustik passte nicht. „Wir hören uns nicht gegenseitig“, sagte Bulatovic, ehe alles zur Zufriedenheit gelöst war und 30 erheiternde Minuten folgten. Ein herzlicher Beifall war dem Chor gewiss.

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