Grusical

62 Chorsänger lehren auf humorvolle Weise das Gruseln

Für den Auftritt wurde fleißig geprobt. Chorleiter Stefan Steinröhder hatte das Musical mit den 62 Chormitgliedern einstudiert Foto: Christian Beier
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Für den Auftritt wurde fleißig geprobt. Chorleiter Stefan Steinröhder hatte das Musical mit den 62 Chormitgliedern einstudiert.

Der Gräfrather Sängerbund führte vor begeistertem Publikum im Bergischen Hof „Geisterstunde auf Schloss Eulenstein“ auf.

Von Andreas Erdmann

Ganz schön schaurig ging es am Sonntag bei der Aufführung des Grusicals „Geisterstunde auf Schloss Eulenstein“ zu. Darin lehrte der Sängerbund Gräfrath 1846 den zahlreichen Kindern mit ihren Familien im voll besetzten Bergischen Hof in Aufderhöhe auf humorvolle Weise das Gruseln.

Chorleiter Stefan Steinröhder hatte das temporeiche Kinder- und Erwachsenen-Musical mit den 62 Chormitgliedern einstudiert. Für die musikalische Begleitung sorgte die Organistin Andrea Wingen am Klavier. Nicht nur die Akteure trugen bunte und fantasievolle Kostüme, auch etliche Kinder kamen selber als Gespenster und Feen verkleidet. In dem Stück ziehen alle möglichen Spukgestalten von nah und fern nach Schloss Eulenstein. Darunter Geister und Hexen, Skelette, Fledermäuse, der Riese Rübezahl und sogar Graf Dracula höchstpersönlich. Sie alle folgen der Einladung des Schlossherrn Karl von Radau, in der Rolle von Martin Schniewind, um zur Geisterstunde zu spuken. Zudem wollen sie den Geburtstag des Flaschengeists, klasse verkörpert von Lara Schneider, feiern. Dieser wird gerade Mal 1000 Jahre „jung“.

Zuschauer und Akteure haben sichtlich Spaß

Die kleine Hexe, urkomisch gespielt von Karin Emme, bringt ihre eben erst erfundene „Krachmach-Maschine“ mit aufs Schloss und will damit die Stimmung unter den Geistern mit viel Lärm und Radau anheizen. Doch dann will der Bösewicht Fritz Rabatz von Ach und Krach (ConBrio-Sänger Kai Schreiber in einer Gastrolle) ihr die Maschine abluchsen.

Bei der Aufführung hatten nicht nur die Zuschauer mächtig viel Spaß, sondern sichtlich auch die Akteure. Sprech- und Schauspielsequenzen rundeten das Musiktheater ab. Innerhalb der 11 Lieder, darunter schwungvolle Stücke wie „Die Geisterparty“, „Geburtstagsständchen“, „Schloss Eulenstein“ und „Das Zauberlied“, gab es immer wieder Solopasssagen.

Mehrmals im Stück tauchte das „Kettenrassel-Lied“ auf. Nicht nur bei diesem Lied und seinem eingängigen, immer wiederkehrenden Refrain „Huh, huh, huh – die Ketten rasseln“ hörte man Klein und Groß im Publikum kräftig mitsingen. „Es ist das allererste Mal, dass wir als Sängerbund ein Musical für Kinder und Erwachsene aufführen“, berichtete die frühere Chorleiterin und Ehrenvorsitzende Ursula Winters.

Und noch eine Premiere: Ursprünglich hatte der Komponist Peter Schindler das Musical zur Aufführung für Kinder- und Jugendliche im Alter von 7 bis 14 Jahren geschrieben. Mit dem Auftritt des Sängerbundes wurde es nun zum ersten Mal von kostümierten Erwachsenen interpretiert. „Darum sind wir besonders auf die jungen Zuhörer neugierig, wie sie auf das Stück reagieren“, sagte Ursula Winters im Vorfeld. Nun, Kinder wie Erwachsene waren hellauf begeistert und dankten mit tosendem Applaus.

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