Neue Leitung, neuer Vorstand, neuer Probenraum

Chorgemeinschaft Aufderhöhe blickt optimistisch nach vorn

Sie stehen für die Chorgemeinschaft Aufderhöhe (v.l.): Julia Nikolajczyk, Thorsten Schäffer, Elke Henschel, Brigitte Schweikart und Karin Witte. Foto: jsl
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Sie stehen für die Chorgemeinschaft Aufderhöhe (v.l.): Julia Nikolajczyk, Thorsten Schäffer, Elke Henschel, Brigitte Schweikart und Karin Witte.

Wie bei allen Solinger Chören müssen die Proben der Gemeinschaft vorläufig wieder ruhen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Natürlich war der neuerliche Lockdown ein herber Schlag für die Chorgemeinschaft Aufderhöhe. Aber den Optimismus lässt sich das Traditionsensemble unter seinem neuen Leiter Thorsten Schäffer dennoch nicht nehmen.

Wie bei allen Solinger Chören müssen die Proben der Gemeinschaft vorläufig wieder ruhen, trotz eines ausgeklügelten Systems, mit dem die gut 60 Sänger seit September punkten konnten: Das neue Domizil im Zentrum Frieden an der Wupperstraße konnte bereits genutzt werden – der bisherige Probenraum in der Tanzschule Mavius an der Weyerstraße war noch nicht weitervermietet. Optimale Bedingungen also, um kurzerhand die zu große Gruppe zu teilen und dennoch mit einem Probentag auszukommen. In den beiden großen Räumen, jeder ungefähr 250 Quadratmeter groß, übten in den vergangenen beiden Monaten mittwochs jeweils zwei Kleingruppen hintereinander.

Zusätzlich zu Thorsten Schäffer, der seit dem 1. September die Nachfolge von Nadja Bulatovic als musikalischer Leiter der Chorgemeinschaft angetreten hat, übernahm Julia Nikolajczyk den Dirigentenstab bei diesem Konzept. Seit vielen Jahren ist die freiberuflich tätige Mezzosopranistin dem Chor als Stimmbildnerin bestens vertraut und wird dies Aufgabe auch weiter gerne erfüllen. Seit 2014 arbeitet sie mit Ehemann Thorsten Schäffer beruflich eng zusammen und bildet nun mit ihm zusammen auch für die Chorgemeinschaft ein starkes Duo.

Digitale Einsingübungen kompensieren fehlende Proben

Unter dem Titel „Let my music speak“ erarbeiteten beide facettenreiche Programme von Klassik bis zu Schlagern und eigenen Pop-Songs: Interessante Aussichten für das künftige Repertoire.

Dem Chor war Thorsten Schäffer bereits durch diverse Workshops bekannt, zum Beispiel in der Remscheider Akademie für Kulturelle Bildung, wo der Pianist, Tonsetzer und Komponist häufig als Musikpädagoge arbeitet. Klassische Pianokonzerte wie auch Auftritte als Jazz- oder Rock- und Pop-Pianist gehören ebenso zu Schäffers Alltag wie Einsätze als Studiomusiker oder seine Aufgabe als Dirigent bei den Bergischen Orchestertagen oder beim Ensemble Blechwerk in Unterbarmen.

Gemeinsam mit der Chorgemeinschaft schaut er trotz der Corona-Krise guten Mutes nach vorne. Fürs Frühjahr ist ein Konzert geplant. „Zur Not als Mix verschiedener Kleingruppen, wenn wir bis dahin nicht wieder als großer Klangkörper proben können“, sagt er. „Es ist wichtig, ein Ziel vor Augen zu haben und nicht einfach vor sich hin zu dümpeln.“

Ausfallenden Treffen kompensiert er mit digitalen Einsingübungen und Videoproben, die die Chormitglieder per Smartphone oder am PC abrufen können. „Ein wirklich effektives Mittel. Man singt zu der jeweils zur Verfügung gestellten Stimmlage“, sagt Altistin Elke Henschel, zugleich Geschäftsführerin der Chorgemeinschaft. „Wir haben unter den augenblicklichen Bedingungen das bestmögliche aus der Situation gemacht“, sagt auch Vorsitzende Brigitte Schweikart. „Via Internet und natürlich per Telefon bleiben wir auch als Team ganz gut miteinander verbunden.“

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