Adventskonzert

Chor sorgt für volle Stadtkirche

Der Gräfrather Sängerbund trat gestern Abend in der Stadtkirche am Fronhof auf. Foto: Daniela Tobias
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Der Gräfrather Sängerbund trat gestern Abend in der Stadtkirche am Fronhof auf.

Der Gräfrather Sängerbund gestaltete sein Adventskonzert. Auch dessen Leiter Stefan Steinröhder glänzte als Violinist.

Von Klaus Günther

Ein abwechslungsreiches Konzert versprach Ursula Winters, die 1. Vorsitzende des Sängerbundes Gräfrath, bei ihrer Begrüßung. Sie behielt völlig Recht! Schon 170 Jahre zählt der Sängerbund in diesem Jahr und ist dabei immer noch hoch aktiv. Dazu hat nicht zuletzt Stefan Steinröhder beigetragen, der den Chor seit zwei Jahren leitet.

Das Konzert in der ausverkauften Stadtkirche begann mit dem gemeinsam mit den Besuchern gesungenen „Macht hoch die Tür“. Mit den folgenden Liedern des Chors, besonders dem innigen „Maria durch ein Dornwald ging“, stellte sich sogleich eine angenehme Adventsstimmung ein. Ein paar Babylaute waren dabei zusätzlich hilfreich. Die Begleitung am Klavier übernahm Andrea Wingen. Sie war ebenso an der Orgel tätig und bereicherte die Vielfalt des Programms durch Solovorträge von Werken Johann Sebastian Bachs und Michael Prätorius’.

Vorzüglich gelang auch der Ausschnitt aus dem Oratorium

2004 schloss sich mit ConBrio ein junger, gemischter Chor dem Sängerbund an. Unter der Leitung von Frank Schaab haben sich Damen und Herren mit hoch kultiviertem A-capella-Gesang weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Im Adventskonzert beeindruckten sie zunächst mit Psalmvertonungen von Moritz Hauptmann und Josef Rheinberger. Später ließen sie die Weihnachtsgeschichte in einer Komposition von Felix Mendelssohn-Bartholdy erklingen. Dabei wurde deutlich, dass die Gruppe Mitglieder mit Solofähigkeiten besitzt. Thomas Müller, Thomas Rütten und Simon Vis überzeugten als „Heilige drei Könige“. Auch Sibylle Felker und Kristina Strack zeigten Musikalität. Unter den Damen des Sängerbunds glänzte Petra Hill mit ihrem Solo in „Panis angelicus“ von César Franck.

Vorzüglich gelang dem Sängerbund auch der Ausschnitt aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens. Qualitätsvolle Gesangsvorträge von zwei gemischten Chören mit Gesangssolisten und packende Vorträge von Andrea Wingen auf der Orgel: Als sei das alles noch nicht genug Abwechslung, durften sich die Besucher auch noch über zauberhafte Geigenklänge freuen. Die Geigerin Viola Fey hatte eine Sonate des französischen Barockmeisters Jean Marie Leclair mitgebracht. Ihr Partner war niemand anderes als der Chorleiter des Sängerbundes, Stefan Steinröhder. Er zeigte sich als ausgezeichneter Violinist. Nebenbei unterstützte er als Sänger die ConBrio-Gruppe.

Der Choral „Machet die Tore weit“ – auch Titel der Veranstaltung – bildete, gesungen von beiden Chören gemeinsam, den Abschluss des Konzertes.

DER SÄNGERBUND

HINTERGRUND Gegründet 1846 und damit schon 170 Jahre alt, gehört der Gräfrather Chor zu den traditionsreichsten Singgemeinschaften der Stadt. Mit Sängerreisen und zahlreichen Konzerten hat er seine Bedeutung bis heute bewahrt.

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