Sängerbund Gräfrath

Chor singt Hits queerbeet

Im Meistermannsaal mussten fürs Konzert noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden.
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Im Meistermannsaal mussten fürs Konzert noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden.

Sängerbund Gräfrath erobert die Zuhörer im Kunstmuseum.

Von Andreas Römer

Solingen. Mit langanhaltendem Applaus verabschiedeten die Besucher die Sängerinnen und Sänger beim Auftritt des Sängerbunds Gräfrath am Sonntagnachmittag im Kunstmuseum Solingen. „Wir sind sehr glücklich, nach den Corona-Jahren jetzt endlich wieder für Sie singen zu dürfen“, gestand Vorsitzende Karin Emme zu Beginn. Sie erzählte, dass die Pandemie auch den Sängerbund gebeutelt habe, und lud alle ein, einmal zu den Proben zu kommen und einfach mitzusingen. Diesmal hatte sich der Chor mit zwei Gastsängerinnen und drei -sängern verstärkt.

Lampenfieber hatten sie alle, nach so langer Zeit wieder auf die Bühne zu gehen. Schon drei Stunden vor Beginn des Konzerts waren sie alle vor Ort, die letzten Proben standen an – und dann wurde es ernst. Nervös nach so langer Bühnenpause, tänzelten die Sängerinnen und Sänger vor dem Auftritt wie Rennpferde vor dem Start vor dem Saal, flüsterten sich Mut zu. Der Meistermannsaal des Kunstmuseums füllte sich immer mehr, gleich zweimal mussten noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden.

Gekonnt interpretiert der Chor die Toten Hosen

Der Sängerbund nahm das Publikum dann beim „Konzert avec Humor“ mit auf eine Reise durch viele Jahre Musikgeschichte, gebündelt zu den Themen „Auf nach Paris“, „Jetzt wird’s kriminell“ und „Taschentücher raus“. Ohrwürmer von Bill Ramsey („Pigalle“, „Ohne Krimi geht die Mimi nicht ins Bett“), Reinhard Mey („Der Mörder ist immer der Gärtner“) oder Udo Jürgens („Ich war noch niemals in New York“) waren ebenso dabei wie Hits von Marianne Rosenberg („Er gehört zu mir“), Gitte („Ich will ’nen Cowboy als Mann“) oder Nena („Irgendwo, irgendwann“). Doch es gab nicht nur Evergreens. Mit dem Namika-Erfolg „Je ne parle pas français“ und „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen waren durchaus auch jüngere Hitparadenerfolge dabei. Und Fans beider Songs werden sicher verwundert darüber gewesen sein, wie gut das von einem Chor interpretiert klingen kann.

Stimmgewaltig, begleitet von Klavier und Streichern, eroberte der Sängerbund die Herzen der Besucher. Sopranistin Petra Hill überzeugte als Solistin ebenso wie Chorleiter Stefan Steinröhder, der im Quartett mit Wilhelm, Stephan und Andreas Springenberg das „Räuberlied“ von Franz Schubert und den Wiener Klassiker vom „Tauben vergiften im Park“ von Georg Kreisler zum Besten gab.

Schlusspunkt waren laut Programm die Toten Hosen. Doch auch wenn es bei „An Tagen wie diesen“ im Text heißt, „. . . . kein Ende in Sicht“, sollte danach eigentlich schon Schluss sein. Doch das Publikum applaudierte weiter und verdiente sich dann noch zwei Lieder als Zugabe. Und bei der dann tatsächlich letzten Nummer „Wunder gibt es immer wieder“, mit der Katja Ebstein 1970 Platz drei beim Eurovision Song Contest erreichte, klatschten die Besucher kräftig mit.

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